Schmetterlingsarten entdecken · Edelfalter

Clipper – Parthenos sylvia

Helle Fenster, blaue Bänder und ein Muster, das zum zweiten Blick einlädt.

Beim Clipper wandert der Blick fast von selbst über die Flügel. Oben stehen große helle Flecken im dunklen Braun. Darunter zieht ein bläuliches Band zur Körpermitte. Auf den Hinterflügeln verzweigt sich die Zeichnung in schmale Linien, während am inneren Rand ein warmer Gelbton aufleuchtet. Auf unserer Originalaufnahme kommen kühle und warme Farben zusammen. Je länger man hinsieht, desto mehr kleine Verbindungen zwischen den einzelnen Feldern werden sichtbar.

Clipper Parthenos sylvia mit weißen Vorderflügelflecken, blauen Bändern und fein gezeichneten Hinterflügeln
Originalaufnahme aus dem Bildbestand von asiahouse24.

Viele einzelne Felder ergeben ein Ganzes

Die weißen Flecken der Vorderflügel werden nach oben kleiner. Zwischen ihnen bleiben dunkle Stege stehen.

Auf den Hinterflügeln treffen blaue Flächen auf gelbliche Linien und einen gewellten braunen Saum.

Clipper im Steckbrief

Wissenswertes über die Art
Wissenschaftlicher NameParthenos sylvia (Cramer, [1776]). [1, 2]
FamilieEdelfalter (Nymphalidae), Unterfamilie Limenitidinae. [1]
FlügelspannweiteEtwa 7,6 bis 10,7 cm; umgerechnet aus 3,0 bis 4,2 Zoll beim Florida Museum. [1]
VerbreitungSüd- und Südostasien, mit Vorkommen bis Neuguinea. [2, 3]
LebensraumTropische Waldgebiete; dokumentiert auch in Gärten nahe Tieflandregenwald. [2, 3]
RaupenfutterUnter anderem Pflanzen der Gattungen Adenia und Tinospora. [3]
Lebensdauer als erwachsener FalterEine belastbare allgemeine Zeitspanne ist in den verwendeten Quellen nicht belegt.

Die Größenangaben beschreiben Literaturwerte und keine zugesicherten Maße eines Verkaufsstücks. Die Rahmengröße steht beim jeweiligen Artikel.

Weiße Fenster über einem blauen Band

Die hellen Vorderflügelflecken bilden keine gerade Reihe. Einige sind lang und schmal, andere fast rund. Dazwischen liegen kleine dreieckige Felder. Feine Adern teilen die Zeichnung und führen den Blick in Richtung Körper.

Unterhalb dieser hellen Reihe verändert sich die Farbe. Ein blauer Streifen reicht von der Flügelaußenseite nach innen. Auf dem Foto wirkt er stellenweise zart violett. Unmittelbar am Körper mischen sich grünliche und braune Töne hinein.

Die Hinterflügel setzen dieses Muster anders fort. Breite helle Fenster fehlen hier; stattdessen stehen schmale Linien und längliche Felder nebeneinander. Am unteren Rand läuft eine gelbliche Linie durch mehrere kleine Bögen. So bleibt selbst der Saum reich gezeichnet.

Ein Falter, der zwischen Flügelschlägen gleitet

Adrian Hoskins beschreibt beim Clipper einen kräftigen, schnellen Flug mit kurzen Gleitstrecken zwischen raschen, flachen Flügelschlägen. Seine Beobachtungen aus Borneo zeigen die Art auch entlang von Flüssen. [3] Das gibt der ruhigen Präparataufnahme eine bewegte Vorgeschichte.

Bei ausgebreiteten Flügeln lassen sich die Zeichnungselemente in Ruhe verfolgen. Beginne an einer Vorderflügelspitze und gehe die hellen Flecken nach unten durch. Kurz vor dem blauen Band werden die Formen breiter und unregelmäßiger. Auf der anderen Seite wiederholt sich die Anordnung mit kleinen natürlichen Unterschieden.

Das Florida Museum zeigt auf seiner Artseite mehrere Unterarten mit unterschiedlichen Farbeindrücken. [1] Aus dem Blau unserer Aufnahme leiten wir deshalb keine neue Unterartangabe ab. Das Porträt verwendet die vorhandene Zuordnung zu Parthenos sylvia.

Vom Ei zur Raupe und zur hängenden Puppe

Der Lebenszyklus führt über Ei, Raupe und Puppe zum erwachsenen Schmetterling. Das Präparat zeigt nur den letzten dieser vier Abschnitte. Die vorangehenden Stadien sehen völlig anders aus und haben andere Aufgaben: Die Raupe frisst und wächst; in der Puppe entwickelt sich der Falterkörper. [4]

Hoskins nennt Adenia und Tinospora als Raupenfutter. Er beschreibt eine braune Raupe mit hellen Punkten, grünlichen Längsstreifen und verzweigten Dornen. Die Puppe hängt unter einem Blatt und kann in unterschiedlichen Grün- bis Olivtönen auftreten. [3]

Für eine allgemeine Entwicklungsdauer in Tagen oder die Lebensdauer des erwachsenen Clippers liefern die hier verwendeten Quellen keine ausreichend gesicherte Zeitspanne. Deshalb bleibt dieser Teil des Steckbriefs offen. Eine erfundene Tageszahl würde über das Leben des Tiers nichts Verlässliches sagen.

Waldnähe, Blüten und feuchte Bodenstellen

Lepiforum dokumentiert unter anderem Falter und Lebensräume aus Thailand und Borneo. Dazu gehören Gartenanlagen in der Nähe von Tieflandregenwald und eine blühende Lantanenhecke. [2] Solche Fundangaben erzählen genauer von einem Lebensraum als das bloße Wort „Tropen“.

Hoskins beobachtete Blütenbesuche und Männchen, die an feuchten Bodenstellen Flüssigkeit aufnahmen. [3] Das sind Beobachtungen zur Art; sie verraten nicht, an welchem Ort das hier fotografierte Präparat gelebt hat. Herkunftsangaben zum einzelnen Verkaufsstück richten sich nach dem Angebot und den Informationen unseres Shops.

Wer blaue Falter vergleichen möchte, findet im Porträt des Blauen Morphofalters eine andere Wirkung: Dort nimmt das Blau große zusammenhängende Flächen ein. Beim Clipper bleibt es in das vielteilige dunkle Muster eingebunden.

Im Rahmen fällt auch die feine Zeichnung auf

Die Angebotsbilder zeigen den Clipper auf hellem Untergrund. Der schwarze Rahmen fasst die ausgebreiteten Flügel ein. In der Gesamtansicht treten zuerst die hellen Flecken hervor; näher betrachtet werden die Linien am Hinterflügelrand deutlicher.

Referenzaufnahme und Verkaufsansichten können sich im Farbeindruck unterscheiden. Besonders das Blau kann je nach Licht und Aufnahme heller oder dunkler wirken. Auch die Stellung der Fühler und die Erhaltung der Ränder sind Eigenschaften des einzelnen Präparats. Bitte vergleiche deshalb die aktuellen Produktbilder.

Die im Steckbrief genannten Zentimeter betreffen die Flügelspannweite. Die zwölf Zentimeter beim Angebot beschreiben dagegen das äußere Rahmenmaß. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Maße; der Literaturbereich ist keine Vermessung des abgebildeten Verkaufsstücks.

Clipper im 12 × 12 cm großen Rahmen

Bei uns im asiahouse24 gibt es den Clipper als echten, präparierten Schmetterling auf Watte hinter Glas. Das zugeordnete Angebot hat einen schwarzen Kunststoffrahmen mit etwa 12 × 12 × 2 cm Außenmaß. Die Galerie zeigt drei Originalaufnahmen dieses Artikels. Zustand, Ausführung und aktuelle Verfügbarkeit stehen auf der Produktseite. Verkauf nur ohne Dekoration.

Clipper im 12 × 12 cm großen Rahmen ansehen →

Originalfotos von asiahouse24. Abbildungen als Referenz; Zeichnung, Farbe und Erhaltungszustand können abweichen. Verkauf nur ohne Dekoration. Die aktuellen Angebotsdetails stehen auf der Produktseite.

Fragen zum Clipper

Wie groß ist ein Clipper?

Das Florida Museum nennt eine Flügelspannweite von umgerechnet etwa 7,6 bis 10,7 cm. Das ist ein Literaturbereich, keine Zusage für ein einzelnes Präparat. [1]

Gibt es verschiedene Farbformen?

Die Museumsseite zeigt mehrere Unterarten. Wir bestimmen das Shoppräparat anhand seiner Farbe nicht nachträglich bis zur Unterart. [1]

Ist der Rahmen aus Holz?

Beim hier verlinkten Angebot ist ein schwarzer Kunststoffrahmen mit etwa 12 × 12 × 2 cm Außenmaß angegeben.

Artenschutz und Herkunft

Parthenos sylvia ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]

Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen

Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.

Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.

Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.

Mehr über unseren Umgang mit dem Artenschutz →