Schmetterlingsarten entdecken · Edelfalter
Commander – Moduza procris
Ein breites weißes Band über rotbraunen Flügeln.
Das weiße Band zieht sich quer durch die dunkle Zeichnung des Commander. Auf unserer Originalaufnahme beginnt es auf den Vorderflügeln mit einzelnen breiten Flecken und setzt sich auf den Hinterflügeln als gebogene Reihe fort. Dazwischen bleiben feine dunkle Linien stehen. Erst danach fallen die warmen braunen Flächen und die kleinen schwarzen Flecken nahe den Rändern auf.

Das Weiß besteht aus einzelnen Feldern
Die helle Binde wirkt aus der Entfernung geschlossen. In der Nahansicht lässt sich erkennen, wie die dunklen Adern sie unterteilen. Auf den Hinterflügeln stehen die Felder wie ein breiter Fächer nebeneinander.
Einige kleinere weiße Flecken liegen näher an den Vorderflügelspitzen. Sie gehören zur Zeichnung, bleiben aber vom großen Band abgesetzt.
Commander im Steckbrief
| Wissenschaftlicher Name | Moduza procris (Cramer, 1777) [1] |
|---|---|
| Englischer Name | Commander |
| Familie | Edelfalter (Nymphalidae), Unterfamilie Limenitidinae [1, 2] |
| Verbreitung | Teile Süd- und Südostasiens; die regionale Dokumentation umfasst unter anderem Indien, Thailand, Malaysia und Singapur. [1] |
| Flügelspannweite | 5,0–6,5 cm nach dem regionalen BugsAlive-Datenblatt. [1] |
| Lebensraum | Wälder, örtlich auch Parks und Gärten mit geeigneten Nahrungspflanzen. [1] |
| Raupennahrung | Regional unter anderem Timonius wallichianus und Uncaria cordata, beide aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). [3, 4] |
| Entwicklung | Ei, fünf Raupenstadien, Puppe und erwachsener Falter. [1] |
Die Literaturwerte beschreiben keine zugesicherten Maße oder Entwicklungszeiten eines einzelnen Tieres. Die Puppenphase liegt vor dem Falterschlupf und ist keine Angabe zur Lebensdauer des erwachsenen Schmetterlings.
Rotbraun, Schwarz und ein heller Bogen
Die Grundfarbe ist auf der Aufnahme nicht einheitlich. An den Vorderflügelspitzen wirkt sie fast schwarz, auf den Hinterflügeln tritt mehr Braun hervor. Das weiße Band bleibt in beiden Bereichen deutlich sichtbar. Es führt den Blick über die Mitte des Präparats, ohne die kleinen Muster am Rand zu verdecken.
Nahe den Hinterflügelrändern liegt eine Reihe dunkler Flecken. Außen folgt ein schmaler gewellter Saum. Die Flügelkontur und die Zeichnung greifen hier ineinander: Der Rand hat kleine Einbuchtungen, während die dunklen Punkte weiter innen stehen. Gerade diese Stellen lohnen die Nahansicht.
Die ButterflyCircle-Checkliste beschreibt für die in Singapur vorkommende Unterart milonia eine ähnlich gegliederte Unterseite mit blass grünlichgrauen inneren Flügelbereichen. [2] Unser Originalfoto zeigt die Oberseite. Eine solche Unterseitenbeschreibung lässt sich deshalb ergänzend lesen, auf dieser Aufnahme aber nicht nachprüfen.
Unterwegs an Waldwegen und Wasserstellen
In den regionalen Beobachtungen des BugsAlive-Datenblatts hält sich der Commander oft an Waldwegen und in der Nähe von Wasser auf. Sein Flug besteht aus raschen Flügelschlägen und kurzen Gleitstrecken. Manchmal landet er auf Steinen und hält die Flügel offen. Auch territoriales Verhalten der Männchen ist dort beschrieben. [1]
Damit bekommt die ruhige Präparateaufnahme einen anderen Zusammenhang. Die ausgebreiteten Flügel zeigen eine Haltung, die der Falter auch lebend beim Sonnen einnehmen kann. Eine Herkunftsangabe für unser Exemplar ergibt sich aus diesen regionalen Beobachtungen nicht.
Die Raupen beginnen an einer Blattspitze
Für Timonius wallichianus nennt NParks eine genaue Verbindung zum Commander: Die Weibchen legen ihre Eier gewöhnlich einzeln an die Spitze eines Blattes. Der Baum dient den Raupen vor Ort als bevorzugte Nahrungspflanze. [3]
Silver Timon, wie der Baum auf Englisch heißt, wächst an offenen Stellen und Waldrändern. Seine Blätter sind oben glatt und an der Unterseite dicht silbrig behaart. [3] Wer nur den erwachsenen Schmetterling kennt, übersieht leicht, wie eng sein früheres Leben mit solchen Blattpflanzen verbunden ist.
Eine weitere dokumentierte Wirtspflanze ist Uncaria cordata. Diese schlanke Kletterpflanze wächst in Wäldern und trägt ledrige, zugespitzte Blätter. Auch hier beschreibt NParks die Eiablage an Blattspitzen. [4] Die Pflanzenangaben beziehen sich auf die regional untersuchten Vorkommen; unser Präparat wird dadurch keiner Unterart zugeordnet.
Vom Ei zur Puppe
Im BugsAlive-Datenblatt sind fünf Raupenstadien beschrieben. Für das Ei werden ungefähr drei bis vier Tage genannt, für die Puppe acht bis zehn Tage. Die Dauer kann sich mit Jahreszeit und verwendeter Nahrungspflanze ändern. [1] Eine feste Gesamtentwicklung für alle Vorkommen der Art lässt sich daraus nicht ableiten.
Im Schaukasten bleibt die geflügelte Gestalt erhalten. Wachstum und Häutungen sieht man ihr nicht mehr an. Die Angaben zu den Nahrungspflanzen ergänzen das Bild um die Zeit, in der die Raupe Blätter frisst und die Voraussetzungen für ihre spätere Verwandlung schafft.
Ein Vergleich mit dem Common Sailor
Auch beim Common Sailor spielen helle Bänder auf dunklem Grund eine Rolle. Auf unserer Commander-Aufnahme fällt dagegen das besonders breite weiße Band in der Flügelmitte auf. Die kleineren weißen Spitzenflecken und die braunen Hinterflügelbereiche geben dem Muster einen eigenen Rhythmus.
Zum Vergleichen helfen zwei Stellen: zuerst die Mitte eines Hinterflügels, danach sein äußerer Rand. Dort lässt sich erkennen, wie viel Platz die helle Binde und die dunkle Randzeichnung jeweils einnehmen.
Ein Commander-Präparat auswählen
Für ein konkretes Verkaufsstück zählen die Originalfotos und die Zustandsbeschreibung des Angebots. Kleine Unregelmäßigkeiten an Flügelrändern oder Fühlern lassen sich nur am jeweiligen Tier beurteilen. Die Außenmaße eines Schaukastens sind von der Spannweite des Falters zu unterscheiden.
Bewahre ein gerahmtes Präparat trocken und geschützt vor direkter Sonne auf. Die empfindlichen Flügelschuppen sollten nicht berührt werden. Verkauf nur ohne Dekoration.
Fragen zum Commander
Ist das weiße Band eine zusammenhängende Fläche?
Auf dem Foto besteht es aus einzelnen hellen Feldern. Die dunklen Adern unterteilen die Binde, besonders gut sichtbar auf den Hinterflügeln.
Ist die Unterart des abgebildeten Tieres bestimmt?
Dieses Porträt führt das Präparat unter Moduza procris. Regionale Quellen über milonia ergänzen die Beschreibung, bestimmen aber nicht die Unterart unseres Exemplars.
Artenschutz und Herkunft
Moduza procris ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]
Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen
Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.
Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.
Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.
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