Schmetterlingsarten entdecken · Ritterfalter

Great Mormon – Papilio memnon

Auf dunklen Flügeln liegt ein leiser blauer Schimmer.

Der Great Mormon hält seine Farben auf unserer Aufnahme zunächst zurück. Oben dominieren lange, dunkle Vorderflügel. Erst darunter zeigt sich das Blau: feine, dicht nebeneinanderliegende Striche, die nach außen auffächern. Die dunklen Adern bleiben dazwischen sichtbar. Wer bei Schmetterlingen vor allem kräftige Farbflächen erwartet, entdeckt hier eine andere Art von Zeichnung. Sie erschließt sich Stück für Stück.

Great Mormon (Papilio memnon) mit dunklen Vorderflügeln und blau schimmernder Zeichnung der Hinterflügel
Originalaufnahme aus dem Bildbestand von asiahouse24.

Blau zwischen dunklen Adern

Auf den Hinterflügeln unserer Referenzaufnahme läuft die bläuliche Zeichnung fächerförmig vom Körper nach außen. Die dunklen Linien gliedern sie in schmale Felder. Zum Rand hin wird die Kontur leicht wellig.

Vergleiche dazu die Vorderflügel: Sie bleiben viel dunkler und wirken langgestreckt. Gerade dieser Unterschied zwischen beiden Flügelpaaren macht das Präparat interessant.

Great Mormon im Steckbrief

Wissenswertes über die Art
Wissenschaftlicher NamePapilio memnon Linnaeus, 1758 [3]
Englischer NameGreat Mormon
FamilieRitterfalter (Papilionidae) [1]
Natürliches VerbreitungsgebietSüdostasien; in der behördlichen Übersicht für agenor auch Nepal und Nordostindien. [1, 4]
FlügelspannweiteVon rund 12 bis 14 cm nach dem Florida Museum; umgerechnet und gerundet aus 4,7 bis 5,5 Zoll. [1]
AussehenMännchen mit dunkler, blau schimmernder Oberseite; Weibchen mit unterschiedlichen Erscheinungsformen. [3, 5]
RaupenfutterpflanzenRautengewächse, unter anderem Pomelo (Citrus maxima) und weitere Zitruspflanzen. [3]
Lebensdauer als erwachsener FalterDie hier ausgewerteten Quellen liefern dafür keine belastbare allgemeine Zeitspanne. Entwicklungszeiten bis zum Schlupf stehen weiter unten getrennt.

Die Größenangaben beschreiben Literaturwerte und keine zugesicherten Maße eines Verkaufsstücks. Die Rahmengröße steht beim jeweiligen Artikel.

Oberseite und Unterseite erzählen verschiedene Farbgeschichten

Eine einzelne Aufnahme kann beim Great Mormon einen überraschend unvollständigen Eindruck vermitteln. Für das Männchen beschreibt die Fachquelle eine schwarze, blau schimmernde Oberseite. Auf der Unterseite kommen rote Bereiche an den Flügelansätzen und im hinteren Flügelwinkel hinzu. [5]

Das erklärt, warum ein dunkler Great Mormon auf einer anderen Ansicht plötzlich rote Akzente zeigen kann. Auf unserer ungerahmten Aufnahme fällt besonders die bläuliche Zeichnung der Hinterflügel auf. Die Rahmenfotos unten ergänzen diese Ansicht um ein Präparat mit sichtbaren roten Bereichen nahe dem Körper. Beleuchtung und Blickrichtung verändern den Eindruck ebenfalls.

Für den Vergleich lohnt es sich, zuerst auf die Flügelform und dann auf einzelne Farbfelder zu achten. Die Adern führen vom Körper nach außen. Auf dem ruhigen dunklen Grund lassen sich ihre Verläufe gut verfolgen. Die feinen blauen Striche setzen sich dabei deutlich von den größeren, geschlossener wirkenden Farbflächen vieler anderer Ritterfalter ab.

Eine Art mit sehr verschieden aussehenden Weibchen

Die Weibchen des Great Mormon treten in mehreren Formen auf. In Singapur sind sowohl Formen mit als auch ohne Schwanzfortsätze beschrieben. Manche ähneln dem dunklen Männchen, andere tragen größere helle oder rötliche Zeichnungen. [5] Nicht jede anders gefärbte Aufnahme zeigt deshalb automatisch eine andere Art.

Unsere Artenübersicht enthält mehrere Great-Mormon-Ansichten aus dem bisherigen Bildbestand. Dieses Porträt zeigt die dunkle, bläulich gezeichnete Ansicht. Eine genaue Form oder Unterart bestimmen wir anhand des Referenzfotos nicht neu. Der Name im aktuellen Shopangebot bleibt für dessen Zuordnung maßgeblich.

Beim Red Helen stehen dagegen helle Flecken auf den Hinterflügeln im Vordergrund. Im direkten Vergleich sieht man, wie unterschiedlich zwei überwiegend dunkel wirkende Ritterfalter gezeichnet sein können.

Vom Ei zum Falter an Zitruspflanzen

Horace Tan beschreibt für Singapur einzeln abgelegte Eier an Blattunterseiten. Nach etwa drei Tagen schlüpften die Raupen. Anfangs ähneln sie Vogelkot, im letzten Stadium werden sie grün. [2]

Die Raupen fressen unter anderem Pomelo- und Limettenblätter. Später hält ein Seidengürtel die Puppe am Stängel. Der Falter schlüpfte im dokumentierten Ablauf rund elf Tage nach der Verpuppung. [2]

Die genannten Zeiten stammen aus dieser Aufzucht. Sie beschreiben die Entwicklung bis zum Schlupf, nicht die anschließende Lebensdauer des Falters.

Blütenbesuche statt Blättermahlzeit

Erwachsene Falter besuchen Blüten. Tan beobachtete in Singapur schnelle Flüge in Baumkronenhöhe und das Herabkommen zu blühenden Sträuchern. [2] Blätter für die Raupe, Nektar für den Falter: Die Ernährung ändert sich mit der Verwandlung.

Ein Präparat zeigt die Flügel dagegen ohne die Bewegung des lebenden Tieres. Das macht kleine Zeichnungen zugänglich, die im Flug leicht untergehen. Auf den Originalfotos kannst du die blauen Bereiche verfolgen, die dunklen Ränder vergleichen und dir anschließend ansehen, wie das Tier hinter Glas präsentiert wird.

Great Mormon im Rahmen bei asiahouse24

Bei uns im asiahouse24 gibt es den männlichen Great Mormon als echten, präparierten Schmetterling auf Watte hinter Glas. Der schwarze Kunststoffrahmen des hier verlinkten Angebots misst außen etwa 20 × 17 × 2 cm. Die Originalfotos zeigen den Schaukasten aus mehreren Perspektiven. Für die Auswahl eines Präparats sind neben den Farben auch Flügelränder, Fühler und die Hinweise zum Erhaltungszustand hilfreich.

Great Mormon im 20 × 17 cm großen Rahmen ansehen →

Originalfotos von asiahouse24. Abbildungen als Referenz; Zeichnung, Farbe und Erhaltungszustand können abweichen. Verkauf nur ohne Dekoration. Die aktuellen Angebotsdetails stehen auf der Produktseite.

Fragen zum Great Mormon

Warum hat nicht jeder Great Mormon lange Flügelschwänze?

Die beschriebene männliche Form ist schwanzlos. Bei den Weibchen gibt es verschiedene Formen mit und ohne Schwanzfortsätze. Die Familie der Ritterfalter umfasst auch solche schwanzlosen Tiere. [5]

Sind elf Tage die Lebensdauer des Schmetterlings?

Nein. Die rund elf Tage beschreiben in der zitierten Beobachtung das Puppenstadium bis zum Falterschlupf. Die Lebensdauer des erwachsenen Tieres beginnt erst danach. [2]

Artenschutz und Herkunft

Papilio memnon ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]

Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen

Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.

Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.

Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.

Mehr über unseren Umgang mit dem Artenschutz →