Schmetterlingsarten entdecken · Ritterfalter

Green Dragontail – Lamproptera meges

Ein kleiner Ritterfalter mit langen Flügelfortsätzen.

Die langen Fortsätze fallen sofort auf. Sie reichen weit unter die übrigen Flügel und geben dem Green Dragontail eine schmale, fast bandartige Silhouette. Darüber sitzen kleine Vorderflügel mit durchscheinenden Feldern. Auf unserer Originalaufnahme zeichnen sich darin die dunklen Adern ab; näher am Körper zieht ein blassgrünes Band über beide Flügelpaare.

Green Dragontail (Lamproptera meges), durchscheinende Vorderflügel und lange Hinterflügelfortsätze – Originalfoto asiahouse24
Originalaufnahme des Green Dragontail aus dem Bildbestand von asiahouse24.

Die Vorderflügel wirken wie kleine Fenster

Im äußeren Teil der Vorderflügel sind die hellen Felder von dunklen Linien durchzogen. Ein kräftiger Rand begrenzt die dreieckige Fläche. Daneben wirkt das helle grünliche Band dichter und geschlossener.

Unterhalb der Hinterflügel verlaufen die beiden langen Fortsätze auf der Aufnahme leicht gebogen. Ihre schmalen Enden bleiben deutlich voneinander getrennt.

Green Dragontail im Steckbrief

Wissenswertes über die Art
Wissenschaftlicher NameLamproptera meges (Zinken, 1831) [1]
Englischer NameGreen Dragontail
FamilieRitterfalter (Papilionidae) [1]
VerbreitungTropische Gebiete Asiens; datierte Freilandfotos liegen unter anderem aus Malaysia, Thailand und Vietnam vor. [1, 2]
LebensraumWaldgebiete mit Wasserstellen, beispielsweise Bachufer. [2, 3]
FlügelspannweiteUnterschiedliche Quellenangaben: 2–3 cm beim National Museum of Natural Science, 3–4 cm im regionalen BugsAlive-Datenblatt. [2, 4]
RaupennahrungUnter anderem Pflanzen der Gattungen Illigera (Hernandiaceae) und Zanthoxylum (Rutaceae). [2]
Auffällige MerkmaleDurchscheinender Vorderflügelbereich, hellgrüne Bänder und sehr lange Hinterflügelfortsätze. [2]

Die abweichenden Größenangaben lassen sich mit den vorliegenden Quellen nicht abschließend erklären. Sie werden deshalb getrennt wiedergegeben. Die Maße eines konkreten Präparats und seines Rahmens gehören zum jeweiligen Angebot.

Viel Umriss bei wenig Flügelfläche

Auf den ersten Blick könnte man die Fortsätze für einen Teil des Körpers halten. Sie gehören jedoch zu den Hinterflügeln. Der eigentliche Körper liegt kurz und schmal zwischen den Flügelpaaren. Die Fühler reichen nach oben, während die beiden langen Enden nach unten weisen. Diese Proportionen unterscheiden den Green Dragontail deutlich von einem breitflügeligen Atlasfalter.

Im mittleren Bereich des Präparats stehen helle und dunkle Partien dicht nebeneinander. Weiter unten wird die Form immer schmaler. Die Flügelzeichnung setzt damit einen anderen Schwerpunkt als etwa beim Tailed Jay, dessen grüne Flecken über eine größere Flügelfläche verteilt sind.

Die Originalaufnahme zeigt die Form besonders gut vor dem weißen Hintergrund. Vor allem die schmalen Enden sind empfindliche Teile eines Präparats. Bei einem Verkaufsstück lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Zustandsfotos.

Ein Waldfalter in der Nähe von Wasser

Ein dokumentierter Fund führt an den Melinau-Fluss im Gunung-Mulu-Nationalpark auf Borneo: Dirk Mezger fotografierte dort am 1. Oktober 2007 einen Green Dragontail auf einer sandigen Uferbank. Weitere Aufnahmen aus Malaysia und Thailand ergänzen diesen regionalen Nachweis. [1]

Die Beobachtungen von Yutaka Inayoshi betreffen die Unterart Lamproptera meges virescens. Er beschreibt Männchen, die an feuchten Bachufern oder Pfützen Flüssigkeit aufnehmen. Blütenbesuche sind für beide Geschlechter verzeichnet. [3]

Eine Aufnahme des aufgespannten Tieres zeigt diese Umgebung nicht. Die Freilandbeobachtungen ergänzen sie um einen anschaulichen Ort: feuchten Boden zwischen Wasser und Wald. Sie bestimmen jedoch nicht die Herkunft unseres abgebildeten Präparats.

Raupennahrung und Blütenbesuch

Die Raupen ernähren sich von Blättern geeigneter Wirtspflanzen. Das National Museum of Natural Science nennt dafür die Gattungen Illigera und Zanthoxylum. [2] Welche Pflanze tatsächlich genutzt wird, hängt vom örtlichen Vorkommen ab; das BugsAlive-Datenblatt führt mehrere Illigera-Arten auf. [4]

Beim erwachsenen Falter steht andere Nahrung auf dem Speiseplan. Die regionale Dokumentation aus Nordthailand nennt unter anderem Blüten von Bidens pilosa und Mikania micrantha als Nektarquellen. [4] Nahrungspflanze der Raupe und besuchte Blüte des Falters erfüllen also unterschiedliche Aufgaben in seinem Lebenszyklus.

Was über die Entwicklung bekannt ist

Auch beim Green Dragontail folgen auf das Ei die Raupenstadien, die Puppe und der erwachsene Schmetterling. Inayoshis Fotoreihe zeigt unter anderem ein Weibchen bei der Eiablage in Lampang, Thailand. Diese Beobachtung ist ausdrücklich der dort behandelten Unterart virescens zugeordnet. [3]

Die genaue Dauer der einzelnen Stadien ist im verwendeten regionalen Datenblatt nicht vollständig dokumentiert. Es beschreibt mehrere Generationen pro Jahr, lässt die Einzelheiten der Lebensgeschichte aber offen. [4] Eine feste Zahl von Tagen für die Raupenzeit oder das Erwachsenenleben lässt sich daraus nicht ableiten.

Green Dragontail bei asiahouse24 betrachten

Bei diesem Falter kommt es auf die vollständige Silhouette an. Im oberen Teil fallen die durchscheinenden Flügelfelder auf, unten die schmal auslaufenden Fortsätze. Auf der Aufnahme sind beide Merkmale zusammen zu sehen. Die sehr unterschiedliche Breite dieser Partien macht den Größenvergleich innerhalb des Tieres reizvoll.

Aktuelle Angebote findest du über unsere Green-Dragontail-Suche im Shop. Bei der Prüfung war unter diesem Suchbegriff kein Produkt gelistet. Das Artenporträt bleibt als Bild- und Wissensseite erhalten.

Ein vorhandenes Präparat sollte trocken und vor direkter Sonne geschützt aufbewahrt werden. Berühre die Flügel und ihre feinen Fortsätze nicht. Maßgeblich für den Kauf sind die Originalfotos und Zustandsangaben des jeweiligen Artikels. Verkauf nur ohne Dekoration.

Fragen zum Green Dragontail

Gehören die langen Enden zum Körper?

Nein. Es sind Fortsätze der Hinterflügel. Der eigentliche Körper liegt zwischen den Flügelpaaren; die langen Enden gehören zur Flügelform.

Warum stehen zwei verschiedene Spannweiten im Steckbrief?

Das Museumsblatt und das regionale Datenblatt nennen unterschiedliche Werte. Eine gesicherte Erklärung für die Abweichung liegt uns nicht vor. Die Angaben bleiben daher ihren Quellen zugeordnet.

Ist die Aufnahme einer bestimmten Unterart zugeordnet?

Dieses Porträt führt das Präparat unter Lamproptera meges. Die regionalen Beobachtungen zu virescens sind keine Bestimmung der Unterart unseres Exemplars.

Artenschutz und Herkunft

Lamproptera meges ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]

Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen

Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.

Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.

Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.

Mehr über unseren Umgang mit dem Artenschutz →