Schmetterlingsarten entdecken · Edelfalter

Red Glider – Cymothoe sangaris

Rote Flügel mit feinen Linien – eine Farbe, die man nicht leicht übersieht.

Beim Red Glider zieht das Rot den Blick sofort auf sich. Auf unserem Referenzfoto reicht es fast über die gesamte Flügelfläche. Feine Adern und kleine dunkle Punkte unterbrechen die Farbe, ohne ein breites Muster daraus zu machen. Die Vorderflügel wirken kantig, die Hinterflügel runder und am Rand leicht gewellt. Das als Cymothoe sangaris geführte Präparat zeigt eine warme rote Ansicht, die im schwarzen Rahmen besonders klar hervortritt.

Red Glider Cymothoe sangaris mit roten ausgebreiteten Flügeln, feinen dunklen Adern und gewellten Hinterflügelrändern
Originalaufnahme aus dem Bildbestand von asiahouse24.

Auch im Rot liegen feine Linien

Die Flügel sind auf dieser Aufnahme nicht überall gleich rot. Nahe dem Körper wirkt die Farbe wärmer und heller, weiter oben etwas tiefer. Zarte Linien ziehen sich quer durch die Fläche.

Am unteren Rand sitzen kleine dunkle Punkte. Die Einbuchtungen zwischen den Aderenden geben den Hinterflügeln einen sanft gewellten Umriss.

Red Glider im Steckbrief

Wissenswertes über die Art
Wissenschaftliche Zuordnung im ShopCymothoe sangaris (Godart, 1824). [2]
FamilieEdelfalter (Nymphalidae). [1]
LebensraumFeuchte afrikanische Waldgebiete. [2]
VerbreitungsangabenUnter diesem Namen werden Funde aus West- und Zentralafrika bis in weitere afrikanische Regionen geführt; die Fachübersicht weist auf einen Artenkomplex hin. [2]
Dokumentierte GrößenMuseum Koenig nennt 4,5 cm Spannweite. Zwei abgebildete Belege der Unterart luluana messen 6,0 bis 6,6 cm. Das sind verschiedene Quellenangaben, keine einheitliche Artspanne. [1, 2]
RaupenfutterIm untersuchten sangaris-Komplex sind Rinorea-Arten dokumentiert. [3]
Lebensdauer als erwachsener FalterKeine ausreichend belegte allgemeine Zeitspanne in den verwendeten Quellen.

Die Größenangaben beschreiben Literaturwerte und keine zugesicherten Maße eines Verkaufsstücks. Die Rahmengröße steht beim jeweiligen Artikel.

Ein roter Falter, der in der Nähe mehr zeigt

Aus der Entfernung wirkt das Präparat beinahe einfarbig. Erst beim genauen Hinsehen treten die Flügeladern hervor. Auf den Vorderflügeln laufen sie vom Körper zu den Außenkanten. Auf den Hinterflügeln teilen sie das Rot in längliche Felder, deren Grenzen nur schwach abgesetzt sind.

Die unteren Flügelränder sind auf unserer Aufnahme besonders interessant. Kleine dunkle Punkte stehen dort in einer lockeren Reihe. Der Rand verläuft in flachen Bögen und endet nicht in langen Schwanzfortsätzen.

Auch der Körper ist gut zu erkennen: schmal in der Mitte, daneben die breiten Flügelflächen. Die ausgestreckten Fühler setzen zwei feine Linien über die rote Silhouette. Für eine schöne Wirkung braucht dieses Präparat kein zusätzliches Muster.

Die braune Unterseite und der Wald

Das Museum Koenig beschreibt für Cymothoe sangaris eine braune Unterseite. [1] Unser Titelbild zeigt die rote Oberseite; es bildet daher nicht die gesamte Färbung eines lebenden Falters ab.

Die Fachübersicht von Mark C. Williams nennt gut erhaltene feuchte Wälder als Lebensraum. Beide Geschlechter fliegen häufig hoch; Männchen können auch auf Wegen und Straßen herunterkommen. [2] Ein ausgebreitetes Präparat erlaubt einen anderen Blick: Die Oberseitenzeichnung bleibt ruhig sichtbar, statt nur kurz im Flug aufzufallen.

Ein genauer Herkunftsort des gezeigten Tieres lässt sich aus der roten Farbe nicht ablesen. Die Angaben zur Herkunft unseres Sortiments stehen im Abschnitt über die bereits verstorbenen Zuchtfalter.

Warum der Artname mit Bedacht verwendet wird

Eine DNA-Barcoding-Untersuchung fand innerhalb des als Cymothoe sangaris behandelten Materials Hinweise auf verborgene Artenvielfalt. Bei Yaoundé wurden zwei untersuchte Populationen mit unterschiedlichen Rinorea-Futterpflanzen in Verbindung gebracht. [3]

Das macht die rote Shopaufnahme nicht unbrauchbar. Es begrenzt aber, was wir daraus ableiten können. Dieses Porträt behält die vorhandene Zuordnung bei und weist dem Präparat keine neu bestimmte Unterart zu.

Auch bei Größenangaben lohnt sich ein genauer Blick auf die Quelle. Ein Maß eines Sammlungstieres ist kein vollständiger Größenbereich der Art. Die beiden im Steckbrief genannten luluana-Belege stammen aus einer bestimmten Unterartzuordnung; sie belegen nicht die Größe unseres Verkaufspräparats.

Vom Ei zum Falter

Der allgemeine Lebenszyklus führt über Ei, Raupe und Puppe zum erwachsenen Schmetterling. Die Raupe wächst und häutet sich, bevor in der Puppe die Verwandlung erfolgt. Nach dem Schlupf entfalten und festigen sich die weichen Flügel. [4]

Für das hier behandelte sangaris-Material nennt die DNA-Studie Rinorea-Futterpflanzen. [3] Feste Entwicklungszeiten oder eine allgemeine Erwachsenen-Lebensdauer übernehmen wir aus diesen Quellen nicht.

Wer die rote Oberseite mit einer anderen warmen Farbe vergleichen möchte, kann den Orange Albatross öffnen. Dort treten die dunklen Adern auf der orangefarbenen Fläche stärker hervor als beim hier fotografierten Red Glider.

Red Glider im Rahmen bei asiahouse24

Bei uns im asiahouse24 gibt es den Red Glider als echten, präparierten Schmetterling auf Watte hinter Glas. Der schwarze Kunststoffrahmen misst außen etwa 12 × 12 × 2 cm. Die Originalfotos zeigen das Angebot im Rahmen und aus der Nähe. Auf dem weißen Hintergrund hebt sich die rote Flügelfläche deutlich ab. Für den Erhaltungszustand und den genauen Farbeindruck sind die aktuellen Artikelbilder sowie die Hinweise auf der Produktseite maßgeblich. Die Maße des Rahmens beschreiben nicht die Spannweite des Falters.

Red Glider im 12 × 12 cm großen Rahmen ansehen →

Originalfotos von asiahouse24. Abbildungen als Referenz; Zeichnung, Farbe und Erhaltungszustand können abweichen. Verkauf nur ohne Dekoration. Die aktuellen Angebotsdetails stehen auf der Produktseite.

Fragen zum Red Glider

Warum sehen die verschiedenen Größenangaben so unterschiedlich aus?

Die Quellen beschreiben unterschiedliche Belege und teilweise ausdrücklich eine Unterart. Deshalb kennzeichnet der Steckbrief die Angaben einzeln, statt daraus einen scheinbar sicheren allgemeinen Größenbereich zu machen.

Ist auch die Unterseite rot?

Das Museum Koenig beschreibt die Unterseite als braun. Das rote Titelbild zeigt die Oberseite mit ausgebreiteten Flügeln. [1]

Wird das Präparat aufgrund des Fotos neu bestimmt?

Nein. Das Porträt übernimmt die vorhandene Zuordnung Cymothoe sangaris. Es benennt keine zusätzliche Unterart und keine genetisch bestätigte Bestimmung.

Artenschutz und Herkunft

Cymothoe sangaris ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]

Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen

Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.

Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.

Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.

Mehr über unseren Umgang mit dem Artenschutz →