Schmetterlingsarten entdecken · Ritterfalter

Red Helen – Papilio helenus

Dunkler Samt, helle Flecken und ein Hauch Rot.

Erst sieht man die hellen Flecken. Dann die roten Bögen am Rand. Und schließlich die feinen Linien auf den dunklen Vorderflügeln: Beim Red Helen lohnt sich der zweite Blick besonders. Auf unserem Originalfoto breitet der Falter seine Flügel vollständig aus. Die cremefarbenen Felder wirken fast wie kleine Lichtinseln. Dazwischen bleibt viel dunkle Fläche, auf der die Adern und die zarten hellen Streifen hervortreten.

Red Helen (Papilio helenus) mit dunklen Vorderflügeln, cremeweißen Hinterflügelflecken und roten Randzeichnungen
Originalaufnahme aus dem Bildbestand von asiahouse24.

Wo steckt das Rot?

Der englische Name lässt vielleicht einen roten Falter erwarten. Auf unserer Aufnahme sitzen die warmen Farbakzente jedoch nur nahe den Hinterflügelrändern. Sie bilden kleine Bögen, die man beim ersten Hinsehen leicht übersieht.

Die breiten, dunklen Schwanzfortsätze fallen darunter umso stärker auf. Zusammen mit den hellen Flecken geben sie dem Falter seine markante Silhouette.

Red Helen im Steckbrief

Wissenswertes über die Art
Wissenschaftlicher NamePapilio helenus Linnaeus, 1758 [3]
Englischer NameRed Helen
FamilieRitterfalter (Papilionidae) [1]
VerbreitungSüd- und Südostasien sowie Teile Ostasiens, unter anderem Indien, Thailand, Malaysia und Japan. [1, 3]
FlügelspannweiteVon etwa 11 bis 14 cm laut Takao 599 Museum; die Angabe bezieht sich auf die dort behandelten japanischen Vorkommen. [1]
Lebensraum und AktivitätBewaldete, schattige Bereiche; tagaktiv. [1]
Nahrung des FaltersBlütennektar, in Japan beispielsweise an Losbaum und Spinnenlilie. [1]
Lebensdauer als erwachsener FalterEine Laborstudie nennt rund 10 Tage für Männchen und rund 15 Tage für Weibchen. Dies sind Aufzuchtwerte, keine allgemeine Lebenserwartung in freier Natur. [2]

Die Größenangaben beschreiben Literaturwerte und keine zugesicherten Maße eines Verkaufsstücks. Die Rahmengröße steht beim jeweiligen Artikel.

Ein Ritterfalter, der nicht viele Farben braucht

Auf dem weißen Untergrund erkennt man gut, wie unterschiedlich die beiden Flügelpaare gezeichnet sind. Die Vorderflügel reichen weit nach oben. Feine, längliche Streifen folgen dort den Adern. Die Hinterflügel wirken kompakter und tragen die auffälligen hellen Felder. Nach außen wird ihre Kontur wellig, bevor sie in die Schwanzfortsätze übergeht.

Am schönsten lässt sich die Zeichnung vergleichen, wenn man einer Seite vom Körper bis zum Rand folgt. Das Cremeweiß steht dicht neben dem dunklen Grund. Weiter unten setzen die rotbraunen Bögen noch einmal einen eigenen Akzent. Links und rechts findet sich dasselbe Grundmuster, doch ein echtes Tier ist keine spiegelgenaue Druckvorlage.

Red Helen und Great Helen sind verschiedene Arten

Hinter dem Namen Red Helen steht Papilio helenus. Der ebenfalls bei uns vorgestellte Great Helen heißt Papilio iswara. Beide gehören zu einer eng verwandten Artengruppe; ähnlich klingende Handelsnamen ersetzen deshalb nicht den wissenschaftlichen Namen. [3]

Zu Hause im Schatten der Bäume

Der Red Helen ist ein asiatischer Waldbewohner. Das Takao 599 Museum beschreibt ihn für Japan in schattigen Gehölzen, sowohl im Tiefland als auch in Bergregionen. Er ist am Tag unterwegs und besucht Blüten. Männchen nutzen dort auch Flugbahnen entlang von Bächen. [1]

Das große Verbreitungsgebiet umfasst verschiedene Unterarten. Ein Tier aus Japan muss deshalb nicht in jedem Detail genauso aussehen wie eines aus Südostasien. [3] Die Aufnahme auf dieser Seite zeigt unser Präparat. Eine genaue Unterart oder einen Herkunftsort leiten wir daraus nicht ab.

Für einen Vergleich mit anderen Faltern kannst du in unserer Artenübersicht bleiben: Beim Paris Peacock springen die schillernden Farbflächen sofort ins Auge. Beim Red Helen führen die hellen Flecken und die geschwungenen Hinterflügelränder den Blick. Gerade nebeneinander wirken die beiden Zeichnungen sehr verschieden.

Vom Ei zur Raupe: eine Verwandlung schon vor der Verpuppung

Das Weibchen legt seine Eier einzeln an jungem Pflanzenwuchs ab. Die frisch gelegten Eier werden als blass aprikosengelb und kugelig beschrieben; für den Schlupf nennt die Artenübersicht etwa vier bis sieben Tage. [3]

Auch die Raupe behält nicht von Anfang bis Ende dasselbe Aussehen. Junge Stadien erinnern mit braunen und weißlichen Bereichen an Vogelkot, später überwiegt Grün. Bei Störung kann die Raupe hinter dem Kopf ein gegabeltes Organ ausstülpen: das Osmeterium. Es gibt ein unangenehm riechendes Sekret ab. [3]

Die Nahrung in dieser Lebensphase besteht aus Blättern. In der indischen Aufzuchtstudie wurde Glycosmis arborea verwendet. Die Forschenden dokumentierten fünf Raupenstadien und anschließend eine Puppenphase von rund 14 Tagen. [2] Erst danach erscheint die geflügelte Form, die auf unseren Fotos zu sehen ist.

Wie lange lebt ein Red Helen?

In der Studie von Rajeswari und Jeyabalan aus den Nilgiri-Bergen wurden für erwachsene Männchen 10,41 Tage und für Weibchen 14,68 Tage angegeben. Die Tiere waren im Labor aufgezogen worden. [2] Diese Messwerte beschreiben die untersuchte Aufzucht. Daraus lässt sich keine feste Lebensspanne für jeden Red Helen ableiten.

Zur gesamten Lebenszeit gehören auch Ei, Raupe und Puppe. Wer die Zeit vom Ei bis zum Falterschlupf meint, spricht über einen anderen Abschnitt als bei der Lebensdauer des erwachsenen Schmetterlings. Im Steckbrief stehen die Angaben deshalb getrennt.

Red Helen im Rahmen bei asiahouse24

Bei uns im asiahouse24 gibt es den Red Helen als echten, präparierten Schmetterling auf Watte hinter Glas. Der schwarze Kunststoffrahmen des hier verlinkten Angebots misst außen etwa 20 × 17 × 2 cm. Die Rahmenfotos zeigen, wie die hellen Hinterflügelflecken auf dem weißen Untergrund wirken. Die Nahaufnahme ergänzt den Eindruck um die Flügeladern und die kleinen roten Zeichnungen.

Red Helen im 20 × 17 cm großen Rahmen ansehen →

Originalfotos von asiahouse24. Abbildungen als Referenz; Zeichnung, Farbe und Erhaltungszustand können abweichen. Verkauf nur ohne Dekoration. Die aktuellen Angebotsdetails stehen auf der Produktseite.

Fragen zum Red Helen

Ist der Red Helen überall gleich groß?

Nein. Das Museum nennt für japanische Vorkommen etwa 11 bis 14 cm Spannweite. Diese Literaturangabe ist keine Maßzusage für unser Verkaufsstück. Die Außenmaße des Schaukastens stehen im verlinkten Angebot. [1]

Warum ist auf manchen Fotos weniger Rot zu sehen?

Die roten Zeichnungen liegen in kleinen Bereichen nahe dem Hinterflügelrand. Perspektive und Beleuchtung beeinflussen, wie deutlich sie auf einem Foto hervortreten. Für das angebotene Präparat sind die aktuellen Produktfotos und Zustandshinweise maßgeblich.

Artenschutz und Herkunft

Papilio helenus ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]

Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen

Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.

Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.

Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.

Mehr über unseren Umgang mit dem Artenschutz →