Schmetterlingsarten entdecken · Edelfalter
Common Duffer – Discophora sondaica
Ein Waldfalter mit braunen Flügeln und verhaltenem Blauschimmer.
Beim Common Duffer lohnt sich ein zweiter Blick. Seine Flügel sind nicht einfach nur braun: Auf unserer Aufnahme liegen kühle, bläuliche Bereiche zwischen warmen Brauntönen. Kleine helle Flecken setzen sich davon ab, besonders in der äußeren Hälfte der Vorderflügel. Die breiten Hinterflügel geben dem Tier eine geschlossene, fast gedrungene Gestalt. Gerade diese zurückhaltende Zeichnung macht Discophora sondaica zu einem schönen Gegenstück zu den leuchtenden Arten unserer Sammlung.

Die kleinen Flecken geben den Rhythmus vor
In der oberen Hälfte des Bildes verteilen sich helle Punkte über die dunklen Vorderflügel. Darunter bleiben die Hinterflügel viel flächiger. An ihren inneren Bereichen geht Braun in einen kühleren, dunklen Ton über. So entsteht die Wirkung des Präparats aus wenigen, fein abgestuften Farben.
Common Duffer im Steckbrief
| Wissenschaftlicher Name | Discophora sondaica |
|---|---|
| Englischer Name | Common Duffer |
| Familie | Edelfalter (Nymphalidae) |
| Verbreitung | Von Nordindien und Südchina über Südostasien bis zu indonesischen Inseln und den Philippinen. [1] |
| Lebensraum | Dicht bewachsene Waldgebiete; aus Singapur besonders im Umfeld von Bambusbeständen beschrieben. [1, 2] |
| Aktivität | Dämmerungsaktiv; in Singapur vor allem spät am Tag beobachtet. [2] |
| Nahrung der Raupen | Bambus, für Singapur als Bambusa sp. angegeben. [2] |
| Abgebildetes Präparat | Originalfoto von asiahouse24; Zustand, Ausführung und Rahmenmaße stehen beim jeweiligen Artikel. |
Die Quellen aus Singapur behandeln die dortige Unterart D. sondaica despoliata. Daraus wird keine Unterart oder geografische Herkunft unseres Präparats abgeleitet.
Ein Leben zwischen Wald und Bambus
Der Common Duffer gehört zu den Schmetterlingen, die man im dichten Grün leicht übersieht. NParks beschreibt ihn für stark bewachsene Bereiche in der Nähe von Bambusgruppen. Seine Aktivität reicht dort bis in die späten Abendstunden. Bambus ist dabei mehr als ein Platz zum Ausruhen: Seine Blätter dienen den Raupen als Nahrung. [2]
Ein ButterflyCircle-Bericht aus Singapur beschreibt einen Falter, der sich auf trockenem, braunem Laub niederließ und dort schwer zu erkennen war. Die Beobachter nutzten außerdem Fruchtköder, um Common Duffer anzulocken. [3] Auf unserer hellen Fotounterlage wirken die braunen Flügel wesentlich auffälliger als zwischen abgestorbenen Blättern.
Oberseite, Unterseite und feine Unterschiede
NParks unterscheidet für die Tiere in Singapur dunkle Oberseiten mit blassblauen Flecken beim Männchen und hellen Fleckenreihen beim Weibchen. Die Unterseiten sind braun und dicht mit feinen Strichen gezeichnet; die äußeren Flügelhälften erscheinen heller. [2] Auf unserer aufgespannten Aufnahme fallen vor allem die dunklen Flächen und die kleinen hellen Vorderflügelflecken auf. Eine zusätzliche Geschlechtsangabe wird dem Bestandsbild hier nicht zugeordnet.
Die beiden Flügelpaare wirken unterschiedlich: Die Vorderflügel haben weitgehend gerade äußere Abschnitte, die Hinterflügel sind rundlicher und am unteren Rand leicht eingezogen. Zwischen den sichtbaren Adern liegen größere, ruhige Farbfelder. Wer sich für dezente Naturfarben interessiert, findet hier viele Einzelheiten, ohne dass ein einziges großes Augenmuster das Bild beherrscht.
Die Entwicklung beginnt an Bambusblättern
Wie bei anderen Schmetterlingen folgen auf das Ei die Raupe, die Puppe und schließlich der geflügelte Falter. Beim Common Duffer ist die Verbindung zu Bambus besonders gut belegt: NParks nennt Bambusa als Nahrungspflanze der Raupe. Auch das Singapore Red Data Book hebt die Art als Teil einer kleinen, an Bambus gebundenen Schmetterlingsfauna hervor. [1, 2]
Für den Erhalt solcher Falter müssen deshalb auch geeignete Pflanzenbestände im Lebensraum bestehen bleiben. Der Schutz eines Waldbereichs und seiner Raupennahrung gehören zusammen. [1] Das macht den Common Duffer zu einem anschaulichen Beispiel dafür, dass die Geschichte eines Schmetterlings lange vor den sichtbaren Flügeln beginnt.
Common Duffer und Pallid Faun im Vergleich
Das Porträt des Pallid Faun – Melanocyma faunula zeigt eine ganz andere Farbwirkung. Dort ziehen sich dunkle Wellen über eine helle, stellenweise gelbliche Fläche. Beim Common Duffer bestimmen große braune Bereiche und verstreute helle Flecken das Bild. Beide Aufnahmen machen deutlich, wie unterschiedlich sich Linien und Farbfelder auf Schmetterlingsflügeln verteilen können.
Ein Naturpräparat mit eigener Zeichnung
Unsere Aufnahme zeigt ein einzelnes Präparat. Kleine Spuren an Flügelrändern oder Fühlern gehören deshalb immer zur Beurteilung des konkreten Artikels. Für eine Auswahl sind dessen Fotos und Zustandsbeschreibung maßgeblich. Ein Rahmenmaß beschreibt den Schaukasten und lässt sich nicht aus der Bildgröße dieses Porträts bestimmen.
Ein gerahmter Falter sollte trocken und vor direkter Sonne geschützt stehen oder hängen. Die empfindlichen Flügel bleiben unberührt, damit ihre Schuppen erhalten bleiben. Verkauf nur ohne Dekoration.
Fragen zum Common Duffer
Was bedeutet der wissenschaftliche Name im Porträt?
Discophora sondaica ist der Artname des Common Duffer. Die hier genutzten Singapur-Quellen nennen zusätzlich die dort behandelte Unterart despoliata; diese Angabe wird nicht auf unser Präparat übertragen.
Wovon ernähren sich die Raupen?
Für die Population in Singapur ist Bambus der Gattung Bambusa dokumentiert. Die Nahrung der Raupen und die Fruchtköder, an denen erwachsene Falter beobachtet wurden, sind verschiedene Dinge. [2, 3]
Zeigt das Foto einen Falter aus Singapur?
Das Foto stammt aus unserem eigenen Bildbestand. Ein genauer Zucht- oder Herkunftsort lässt sich daraus nicht ablesen.
Artenschutz und Herkunft
Discophora sondaica ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]
Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen
Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.
Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.
Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.
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