Schmetterlingsarten entdecken · Ritterfalter

Nireus – Papilio nireus

Ein helles Band auf dunklen Flügeln – und ein Ritterfalter ohne Schwänze.

Der Nireus braucht keine riesige Farbfläche, um aufzufallen. Ein schmales, hellblaues Band zieht sich über seine fast schwarzen Flügel. Auf unserem Foto scheint es aus einzelnen kleinen Scheiben zusammengesetzt zu sein: Jede dunkle Flügelader trennt ein Stück davon ab. Weiter außen sitzen vereinzelte blaue Flecken. Das verleiht Papilio nireus eine ruhige, klare Zeichnung, die auch im Schaukasten gut zur Geltung kommt.

Papilio nireus mit hellblauen Querbändern und kleinen blauen Randflecken auf dunklen, schwanzlosen Flügeln
Originalaufnahme aus dem Bildbestand von asiahouse24.

Das Band besteht aus vielen Feldern

Folge dem hellen Band von der Vorderflügelspitze nach unten. Zuerst siehst du kleine Flecken, dann werden die farbigen Felder breiter. Auf den Hinterflügeln läuft die Zeichnung als länglicher Streifen weiter.

Ganz außen bleibt viel dunkle Fläche stehen. Kleine blaue Punkte begleiten den unteren Rand. Lange Schwanzfortsätze, wie sie manche andere Ritterfalter tragen, fehlen hier.

Nireus im Steckbrief

Wissenswertes über die Art
Wissenschaftlicher NamePapilio nireus Linnaeus, 1758. [3]
FamilieRitterfalter (Papilionidae). [1]
VerbreitungAfrika südlich der Sahara; das Florida Museum nennt Zentral- und Südafrika. [1, 3]
FlügelspannweiteEtwa 7,6 bis 9,4 cm, umgerechnet aus den 3,0 bis 3,7 Zoll des Florida Museum. [1]
FlügelformOhne die langen Schwanzfortsätze vieler anderer Ritterfalter. [2]
RaupenfutterpflanzenIn einer kenianischen Untersuchung: Clausena anisata und Toddalia asiatica, beide Rautengewächse. [3]
Lebensdauer des erwachsenen FaltersBeobachtete Gruppenmittelwerte: rund 9 bis 20 Tage; Aufzucht, keine allgemeine Altersspanne. [3]

Die Größenangaben beschreiben Literaturwerte und keine zugesicherten Maße eines Verkaufsstücks. Die Rahmengröße steht beim jeweiligen Artikel.

Ein afrikanischer Ritterfalter mit eigener Silhouette

Der englische Name „Swallowtail“ lässt an lange Flügelschwänze denken. Beim Nireus sind sie jedoch nicht vorhanden. Die südafrikanische Fachveröffentlichung von SANBI beschreibt dies ausdrücklich für Papilio nireus lyaeus. Dort wird er als verbreiteter Bewohner von Wald und Gehölzlandschaften vorgestellt. Er besucht Blüten und feuchte Stellen an Gewässern. [2]

Auf unserer Aufnahme ist der Unterschied zu einem langschwänzigen Falter leicht zu sehen. Die Hinterflügel laufen unten in einen gebogenen Rand aus, an dem die kleinen blauen Flecken sitzen. So wirkt der Falter kompakter. Zum Vergleich kannst du den Majestic Green Swallowtail mit seinen deutlich verlängerten blauen Fortsätzen öffnen.

Die Artzuordnung des Bildes lautet Papilio nireus. Aus dem Foto allein bestimmen wir weder eine Unterart noch den genauen Herkunftsort des Präparats.

Hellblau, grünlich und beinahe schwarz

Das helle Band wirkt auf dem Referenzfoto wie kühles Blau mit einem leichten grünlichen Ton. In der Nähe der Flügelspitzen wird es in einzelne Flecken aufgelöst. Auf den Hinterflügeln sind die Felder größer und stehen dicht nebeneinander. Dazwischen zeichnen sich dunkle Adern ab.

Der Körper bleibt ebenfalls dunkel. Dadurch scheint das Band rechts und links von ihm zu schweben. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man den Übergang zwischen den beiden Flügelpaaren. Das ist ein schönes Detail für alle, die an einem Präparat mehr entdecken möchten als seine auffälligste Farbe.

Die Originalfotos des Angebots zeigen den Falter im Rahmen und aus der Nähe. Vergleiche dabei die Farbflächen und den Flügelrand. Eine helle Aufnahme kann das Band fast weißblau erscheinen lassen, während auf einem anderen Bild mehr Grün sichtbar bleibt. Die Fotos dienen als Referenz für das Angebot.

Vom Ei zum Falter: Beobachtungen aus Kenia

Genga und sein Team untersuchten die Art 2021 im Ngangao-Wald. Die Raupen durchliefen fünf Stadien; vom Ei bis zum Schlupf lagen die Gruppenmittelwerte bei rund 60 bis 69 Tagen. [3] Das beschreibt die Entwicklung unter den dortigen Aufzuchtbedingungen.

Die allgemeine Verwandlung führt über Ei, Raupe und Puppe zum Falter. Nach dem Schlupf entfalten sich die zunächst weichen Flügel und müssen aushärten. [4] Das ausgebreitete Präparat macht die fertige Zeichnung sichtbar, die in den frühen Lebensstadien noch nicht zu erkennen war.

Wie lange lebt ein Nireus?

Beim Erwachsenenleben lagen die Gruppenmittelwerte in der ersten Saison bei etwa 9 bis 10 Tagen, in der zweiten bei etwa 19 bis 20 Tagen. Die Falter erhielten Zuckerlösung. [3]

Diese Mittelwerte sind keine allgemeinen unteren und oberen Altersgrenzen. Diesen Unterschied halten wir auch im Steckbrief fest.

Nireus im Rahmen bei asiahouse24

Bei uns im asiahouse24 gibt es den Nireus als echten, präparierten Schmetterling auf Watte hinter Glas. Das verlinkte Angebot hat einen schwarzen Rahmen mit Außenmaßen von etwa 20 × 17 × 2 cm. Die Flügelspannweite und die Größe des Rahmens sind unterschiedliche Maße. Auf dem weißen Untergrund bleibt zwischen dem Falter und dem Rahmen genügend freie Fläche, um die dunkle Silhouette gut zu erkennen. Für den Erhaltungszustand und die jeweilige Ausführung gelten die aktuellen Fotos und Hinweise auf der Produktseite.

Nireus im 20 × 17 cm großen Rahmen ansehen →

Originalfotos von asiahouse24. Abbildungen als Referenz; Zeichnung, Farbe und Erhaltungszustand können abweichen. Verkauf nur ohne Dekoration. Die aktuellen Angebotsdetails stehen auf der Produktseite.

Fragen zum Nireus

Ist ein Nireus ohne Flügelschwänze unvollständig?

Nein. Bei dieser Art gehören lange Flügelschwänze nicht zur normalen Flügelform. Der fehlende Fortsatz ist daher für sich genommen kein Schaden. [2]

Sind alle Tiere genau so hellblau wie auf dem Foto?

Die Originalbilder zeigen einen bestimmten Farbeindruck. Licht, Kamera, Bildschirm und Unterschiede zwischen Präparaten beeinflussen die Darstellung. Prüfe deshalb die aktuellen Artikelbilder.

Wo finde ich Angaben zur Lebensdauer?

Steckbrief und Erwachsenenabschnitt nennen beobachtete Gruppenmittelwerte, keine Lebensdauergarantie. [3]

Artenschutz und Herkunft

Papilio nireus ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]

Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen

Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.

Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.

Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.

Mehr über unseren Umgang mit dem Artenschutz →