Schmetterlingsarten entdecken · Edelfalter
Great Nawab – Polyura eudamippus
Helle Flügelflächen mit einem dunklen Saum voller kleiner Flecken.
Auf den ersten Blick sieht man beim Great Nawab viel Cremeweiß. Erst danach fallen die zahlreichen kleinen Flecken in den dunklen Vorderflügelspitzen auf. Unten wird die Zeichnung kleinteiliger: Helle Bögen liegen zwischen schwarzen Randabschnitten, und aus jedem Hinterflügel ragen zwei schmale Fortsätze. Die ruhige Mitte und die lebhafte Kontur geben Polyura eudamippus auf unserer Originalaufnahme seinen Charakter.

Zwei Fortsätze an jedem Hinterflügel
Die schmalen Spitzen setzen die gezackte Kontur nach unten fort. Dazwischen liegen gelbliche und kleine blaugraue Zeichnungselemente. Nach innen werden die Flügelflächen deutlich heller; feine Adern laufen vom Körper zum Rand.
Great Nawab im Steckbrief
| Wissenschaftlicher Name | Polyura eudamippus |
|---|---|
| Englischer Name | Great Nawab |
| Familie | Edelfalter (Nymphalidae), Unterfamilie Charaxinae. [1] |
| Verbreitung | Unter anderem Nordindien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Thailand und China bis Taiwan. [1] |
| Lebensraum | Wälder niedriger und mittlerer Höhenlagen; häufig im Umfeld von Bächen beobachtet. [1, 2] |
| Raupennahrung in Thailand | Unter anderem Cassia bakeriana und Delonix regia. [1] |
| Entwicklung | Einzeln abgelegte Eier, fünf Raupenstadien und anschließende Verpuppung. [1, 3] |
| Abgebildetes Präparat | Originalaufnahme von asiahouse24. Maße und Erhaltung eines Verkaufsstücks stehen beim jeweiligen Artikel. |
Die Feldquellen behandeln regionale Populationen und Unterarten. Unser Bestandsfoto erhält dadurch keine zusätzliche Unterart-, Geschlechts- oder Herkunftsangabe.
Ein Waldfalter am Bachufer
Feldbeobachtungen aus Chiang Dao in Thailand zeigen Great-Nawab-Männchen bei der Flüssigkeitsaufnahme an feuchtem Boden. Tim Stratford verzeichnet auch Besuche an tierischem Dung. [1] Die geöffneten Flügel unseres Präparats sind eine andere Ansicht als ein ruhender Falter am Boden.
Yutaka Inayoshi berichtet für die regionale Unterart jamblichus ebenfalls von Männchen an Bachufern und Pfützen. Seine Sammlung enthält Vergleichsaufnahmen aus mehreren thailändischen Provinzen. [2] Solche Nachweise beschreiben das Leben der Art in der Natur. Der Ort, an dem unser Präparat gezüchtet wurde, lässt sich daraus nicht bestimmen.
Die Zeichnung unserer Originalaufnahme
Auf den Vorderflügeln beginnt die dunkle Einfassung schon nahe dem Körper und wird zu den Spitzen hin breiter. In diesem Bereich verteilen sich helle, teils längliche Flecken. Die große cremefarbene Fläche darunter bleibt vergleichsweise gleichmäßig. Ihre feinen Adern sind viel schmaler als die dunkle Randzeichnung.
An den Hinterflügeln verändert sich das Bild. Der dunkle Saum wird von hellen Stellen unterbrochen und folgt einer unregelmäßigen Kontur. Die Fortsätze sind schmal und spitz; an ihren Ansätzen liegen kleine farbige Zeichnungselemente. In der Mitte des Präparats fällt die bräunliche Behaarung des Körpers auf. Die dünnen Fühler reichen weit nach oben.
Vom einzelnen Ei zur Raupe mit Kopffortsätzen
Stratford nennt eine Eiablage einzeln auf der Oberseite eines Blattes der Nahrungspflanze. Für Thailand führt er mehrere Wirtspflanzen auf, darunter Cassia bakeriana und den Flammenbaum Delonix regia. [1] Die Raupe ernährt sich von Pflanzenblättern; ihre Nahrung unterscheidet sich damit von den Flüssigkeitsquellen, an denen erwachsene Falter beobachtet werden.
Der BugsAlive-Bericht zählt fünf Raupenstadien. Bereits kurz nach dem Schlupf sind Fortsätze am Kopf sichtbar; später kommt am vorderen Körperabschnitt eine blassgelbe Sattelzeichnung mit kleinen Erhebungen hinzu. Vor der Verpuppung kann die Raupe ihre Nahrungspflanze verlassen und sich an einem Zweig oder Stängel befestigen. [3]
Der Bericht lässt die Dauer des letzten Raupenstadiums und der Puppenphase ausdrücklich offen. Eine daraus geschätzte Gesamtdauer wird hier deshalb nicht als feste Entwicklungszeit übernommen. Nach dem Schlupf beginnt das Leben als erwachsener Falter; dafür liegt in den verwendeten Quellen ebenfalls keine belastbare allgemeine Tageszahl vor.
Great Nawab und Indian Yellow Nawab
Der Indian Yellow Nawab – Polyura jalysus ist auf unserer Bestandsaufnahme ebenfalls sehr hell. Seine dunklen Vorderflügelspitzen tragen jedoch deutlich weniger große helle Flecken als die hier gezeigte Great-Nawab-Aufnahme. Auch die Kontur der Hinterflügel fällt auf den beiden Präparatfotos verschieden aus. Für den Vergleich lohnt es sich, die dunklen Ränder genauso genau anzusehen wie die helle Mitte.
Ein Präparat auswählen und bewahren
Die feinen Fortsätze und Fühler gehören zu den empfindlichen Teilen eines Schmetterlingspräparats. Für die Auswahl zählen deshalb die Originalfotos und die Beschreibung des konkreten Artikels. Kleine Unregelmäßigkeiten lassen sich an diesen Ansichten beurteilen; das Artenporträt ersetzt die Zustandsangabe nicht.
Ein gerahmter Falter sollte trocken und vor direkter Sonne geschützt aufbewahrt werden. Die Flügel bleiben unberührt, damit ihre feinen Schuppen erhalten bleiben. Verkauf nur ohne Dekoration.
Fragen zum Great Nawab
Welche Pflanze fressen die Raupen?
Für Thailand nennt Stratford unter anderem Cassia bakeriana und Delonix regia. Diese regionalen Angaben beschreiben dokumentierte Nahrungspflanzen der Art. [1]
Sind die Fortsätze auf dem Foto zu erkennen?
Ja. Auf unserer Aufnahme ragen aus jedem Hinterflügel zwei schmale, dunkle Spitzen. Sie sind Bestandteil der Flügelkontur und besonders empfindlich.
Wie lange dauert die Puppenphase?
Der verwendete BugsAlive-Bericht nennt dafür keinen gesicherten Wert. Eine Dauer aus dem Porträt einer anderen Nawab-Art wird nicht übertragen. [3]
Artenschutz und Herkunft
Polyura eudamippus ist in den Anhängen I, II und III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) nicht aufgeführt. Die Aussage bezieht sich auf die CITES-Listung dieser Art. [C]
Bereits verstorbene Falter aus Zuchtfarmen
Die Zuchtfarmen liefern uns ausschließlich Schmetterlinge, die bereits verstorben sind. Die Tiere werden dort gesondert aufgelesen, anschließend aufgespannt und als Präparate für den Verkauf vorbereitet.
Deshalb umfasst unser Sortiment unterschiedliche Erhaltungszustände. Neben sehr gut erhaltenen Faltern bieten wir auch Tiere mit kleinen Unregelmäßigkeiten oder sichtbaren Spuren an den Flügeln an. Nicht jedes Exemplar entspricht einer makellosen A1+-Sammlerqualität. Den Zustand berücksichtigen wir bei unseren Preisen; maßgeblich sind die Fotos und Hinweise beim jeweiligen Artikel.
Auch diese bereits verstorbenen Tiere als Präparate anzubieten, gehört für uns zu einem bewussten Umgang mit dem vorhandenen Material. Darauf beruht unser Verständnis von Nachhaltigkeit bei diesen Zuchtpräparaten.
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