Nashornkäfer – Eupatorus, Chalcosoma und Xylotrupes

Nashornkäfer – Eupatorus, Chalcosoma und Xylotrupes – Originalfoto von asiahouse24

Bei einem Nashornkäfer prägen Kopf und Halsschild den ersten Eindruck. Die hornartigen Fortsätze sind feste Teile des Außenskeletts. Sie sind keine Fühler. Die eigentlichen Fühler sitzen seitlich am Kopf. Beine, kräftige Schienen und die gewölbten Flügeldecken bilden einen kompakten Körper, der sich im geschlossenen Zustand besonders gut betrachten lässt.

Bei einem geöffneten Präparat verändert sich die Silhouette deutlich: Die harten Flügeldecken stehen auseinander, darunter werden die dünnen Hinterflügel sichtbar. Die Flügeldecken schützen den Rücken und die zusammengefalteten Flugflügel. Geschlossene und geöffnete Präparate zeigen deshalb unterschiedliche Seiten desselben Körperbaus.

Wie andere Käfer entwickeln sich Nashornkäfer über Ei, Larve und Puppe zum erwachsenen Tier. Die Larve sieht dem fertigen Käfer noch nicht ähnlich. Die hier zusammengefassten Gattungen bilden keine einzelne Art; Unterschiede in Hornform und Körperproportionen gehören zu ihrer Vielfalt. Ein großes Horn allein erlaubt keine zuverlässige Artbestimmung.

Fachquelle: CSIRO: Scarabaeidae

Hirschkäfer – Odontolabis und weitere Lucanidae

Hirschkäfer – Odontolabis und weitere Lucanidae – Originalfoto von asiahouse24

Die auffälligen Fortsätze eines männlichen Hirschkäfers sind vergrößerte Oberkiefer, die Mandibeln. Sie gehören zu den Mundwerkzeugen und wachsen nicht wie ein Geweih aus dem Kopf. Besonders bei kräftig entwickelten Männchen verändern sie den gesamten Umriss des Tieres. Die seitlich angesetzten Fühler sind davon getrennt zu erkennen.

Körpergröße, Geschlecht und Art beeinflussen die Gestalt der Kiefer. Ein kleineres oder anders geformtes Tier muss deshalb nicht automatisch eine andere Art sein. Geschlossene Flügeldecken zeigen Rückenform und Proportionen; bei ausgebreiteten Flügeln fällt dagegen der Unterschied zwischen den festen Deckflügeln und den dünnen Flugflügeln auf.

Hirschkäfer durchlaufen wie andere Käfer eine vollständige Verwandlung mit einer Larven- und einer Puppenphase. Bei vielen Arten spielt zersetztes Holz für die Larven eine Rolle. Eine konkrete Entwicklungsdauer lässt sich für die ganze Familie nicht nennen. Dieses Porträt bezieht sich auf die im Shop benannten Odontolabis und auf weitere beschriftete Hirschkäfer in Sammlungen.

Fachquelle: North Carolina State University: Lucanidae

Prachtkäfer – Sternocera, Megaloxantha und Jewel Beetles

Prachtkäfer – Sternocera, Megaloxantha und Jewel Beetles – Originalfoto von asiahouse24

Prachtkäfer lassen sich im Schaukasten besonders gut über ihre Rückenansicht vergleichen. Manche besitzen lang gestreckte, annähernd parallel verlaufende Flügeldecken, andere wirken kürzer und breiter. Punkte, Rillen und Zeichnungen gliedern die Oberfläche. Ein einzelnes Foto kann die Wirkung einer glänzenden Oberfläche nur aus einer bestimmten Beleuchtung zeigen.

Geschlossene Präparate zeigen die Zeichnung über den gesamten Rücken. Geöffnete Tiere lassen zusätzlich die dünnen Hinterflügel erkennen. Diese werden im lebenden Tier unter den festen Flügeldecken zusammengefaltet. Die breite Silhouette eines geöffneten Tieres ist daher kein Maß für die reine Körperlänge.

Prachtkäfer entwickeln sich vom Ei über eine Larve und eine Puppe zum erwachsenen Käfer. Viele Larven leben in pflanzlichem Gewebe, häufig in Holz. Die Familie umfasst jedoch sehr viele Arten mit unterschiedlichen Lebensweisen. Die Namen Sternocera und Megaloxantha bezeichnen Gattungen innerhalb dieser Familie. Ein gemischter Jewel-Beetle-Schaukasten kann mehrere unterschiedliche Tiere enthalten.

Fachquelle: Australian Museum: Jewel Beetle

Bockkäfer – Long-horned Beetles

Bockkäfer – Long-horned Beetles – Originalfoto von asiahouse24

Die Fühler geben vielen Bockkäfern ihre auffällige Gestalt. Sie können in einem Bogen neben dem Körper liegen und die Silhouette weit über die Flügeldecken hinaus verlängern. Fühlerlänge und Körperlänge sind deshalb getrennt zu betrachten. Die Beine sitzen am Brustabschnitt; die Fühler gehören zum Kopf.

Auch innerhalb der Bockkäfer sehen die Tiere sehr unterschiedlich aus. Schlanke Körper, kräftige Beine, helle Binden oder eine weitgehend einfarbige Oberfläche können im Vordergrund stehen. Ein kleines Batocera-Präparat und ein großer Long-horned Beetle sind daher keine bloßen Größenvarianten eines automatisch identischen Tieres.

Bockkäfer gehören zur Familie Cerambycidae. Viele Larven entwickeln sich in Holz oder anderen Pflanzenteilen. Nach einer Puppenphase entsteht der erwachsene Käfer mit seinen endgültigen Körperproportionen. Welche Pflanze und welche Entwicklungsdauer zutreffen, hängt von der Art ab. Die Familienangabe Cerambycidae allein reicht für solche artspezifischen Angaben nicht aus.

Fachquelle: Natural History Museum: Cerambycidae

Rüsselkäfer – Cyrtotrachelus und Blue Weevil Beetles

Rüsselkäfer – Cyrtotrachelus und Blue Weevil Beetles – Originalfoto von asiahouse24

Der auffällige Fortsatz heißt Rostrum. Er ist eine Verlängerung des Kopfes; an seiner Spitze liegen die Mundwerkzeuge. Damit unterscheidet er sich grundsätzlich von einem Horn auf Kopf oder Halsschild. Im Seitenblick lässt sich diese Form besonders gut verfolgen. Die Fühler stehen seitlich am Kopf beziehungsweise am Rüssel.

Zu den weiteren Merkmalen gehören die festen Flügeldecken und die sechs am Brustabschnitt sitzenden Beine. Bei vielen Rüsselkäfern sind die Fühler deutlich gekniet. Form und Länge des Rüssels unterscheiden sich innerhalb der Familie erheblich. Deshalb erklärt die Zugehörigkeit zu den Rüsselkäfern noch nicht jede Einzelheit einer bestimmten Art.

Rüsselkäfer durchlaufen eine vollständige Verwandlung: Auf das Ei folgen Larve und Puppe, erst danach erscheint der erwachsene Käfer. Viele Arten sind eng an Pflanzen gebunden. Die genaue Nahrung und der Ort der Larvenentwicklung müssen für die einzelne Art belegt sein. Aus dem Namen Cyrtotrachelus oder einem Präparatefoto wird hier keine zusätzliche Lebensgeschichte abgeleitet.

Fachquelle: CSIRO: Curculionidae

Sagra – Frog-legged Leaf Beetles

Sagra – Frog-legged Leaf Beetles – Originalfoto von asiahouse24

Bei den als Frog-legged Leaf Beetle angebotenen Sagra fallen besonders die verdickten Hinterbeine auf. Zusammen mit dem vergleichsweise schmalen Körper geben sie den Tieren ihren eigenwilligen Umriss. Der englische Name nimmt auf diese Beinform Bezug; eine Verwandtschaft mit Fröschen ist damit nicht gemeint.

Die festen Flügeldecken bedecken den Rücken. Je nach Blickwinkel und Beleuchtung kann ihre Oberfläche unterschiedlich wirken. In einer Zusammenstellung aus fünf Tieren lassen sich Körperproportionen, Stellung der Beine und die Wirkung der Farben nebeneinander betrachten. Ein Mix muss dabei nicht aus fünf gleich großen oder gleich gefärbten Tieren bestehen.

Sagra gehört zu den Blattkäfern, der Familie Chrysomelidae. Käfer besitzen eine Larven- und eine Puppenphase, bevor sie ihre erwachsene Gestalt erreichen. Die Angabe „sp.“ bedeutet, dass im Angebot keine einzelne Art innerhalb der Gattung festgelegt ist. Eine bestimmte Herkunft, Nahrung oder Lebensdauer wird deshalb nicht allein aus dem Handelsnamen ergänzt.

Fachquelle: NCBI Taxonomy: Chrysomelidae

Dungkäfer – Heliocopris dominus

Dungkäfer – Heliocopris dominus – Originalfoto von asiahouse24

Beim Dungkäfer fällt die gedrungene, kräftige Gestalt auf. Die festen Flügeldecken bilden im geschlossenen Zustand eine zusammenhängende Rückenfläche. Die Beine sind seitlich gut sichtbar und geben dem Präparat einen anderen Ausdruck als die langen Fühler eines Bockkäfers.

Geöffnete Schaukästenpräparate zeigen zusätzlich die dünnen Flugflügel unter den Flügeldecken. Im Querformat kann diese breite Form besonders deutlich werden. Ein geschlossenes Einzeltier betont dagegen den Körper und seine Proportionen. Paare lassen Unterschiede zwischen zwei Präparaten unmittelbar nebeneinander erkennen.

Dungkäfer nutzen tierische Ausscheidungen als Nahrungs- und Entwicklungsressource. Ihr Verhalten trägt zur Verarbeitung organischen Materials bei. Nicht jeder Dungkäfer rollt dabei die bekannten Kugeln. Die Bezeichnung umfasst verschiedene Lebensweisen. Heliocopris dominus ist der im Shop verwendete Artname; allgemeine Beobachtungen zu Dungkäfern werden nicht automatisch als Nachweis für jedes Detail dieser Art ausgegeben.

Fachquelle: Australian Museum: Dung Beetles

Stabschrecken und Wandelnde Blätter

Stabschrecken und Wandelnde Blätter – Originalfoto von asiahouse24

Stabschrecken besitzen einen lang gestreckten Körper und oft sehr dünne, weit ausgreifende Beine. Wandelnde Blätter wirken dagegen flächiger. Ihre Körperkonturen erinnern an Blattränder. Beide Formen gehören zu den Gespenstschrecken, auch wenn sie im Schaukasten zunächst sehr verschieden aussehen.

Bei der Betrachtung lohnt sich ein Blick auf die Übergänge zwischen Kopf, Brust und Hinterleib. Die sechs Beine setzen am Brustabschnitt an. Die Fühler ragen vom Kopf nach vorne. Breite Körperpartien oder seitliche Erweiterungen gehören zum Tier und sind keine angefügten Pflanzenteile.

Die Ähnlichkeit mit Pflanzenteilen gehört zur Tarnung dieser Tiere. Jungtiere ähneln den erwachsenen Tieren bereits und wachsen durch Häutungen; eine Puppenphase wie bei Käfern gibt es nicht. Unterschiede zwischen den Geschlechtern können deutlich ausfallen. Welche Merkmale auf ein bestimmtes Shoppräparat zutreffen, ergibt sich aus dessen benannter Art und den Originalfotos.

Fachquelle: Natural History Museum: Phasmids

Gottesanbeterinnen – Dead Leaf und Giant Praying Mantis

Gottesanbeterinnen – Dead Leaf und Giant Praying Mantis – Originalfoto von asiahouse24

Die nach vorn gehaltenen Vorderbeine sind Fangbeine. Sie lassen sich zusammenklappen und dienen dem Ergreifen von Beute. Die übrigen vier Beine tragen das Tier. Der lang gestreckte vordere Brustabschnitt rückt die Fangbeine deutlich vom übrigen Körper ab.

Der Kopf einer Gottesanbeterin fällt durch seine seitlich sitzenden Augen auf. Beim Dead-Leaf-Typ kommen Körperkonturen hinzu, die an trockenes Laub erinnern. Ein Giant-Praying-Mantis-Präparat kann dagegen einen deutlich schlankeren, lang gestreckten Eindruck vermitteln. Diese Handelsnamen beschreiben Erscheinungsformen und ersetzen keine vollständige Artbestimmung.

Gottesanbeterinnen sind räuberische Insekten der Ordnung Mantodea. Die Jungtiere wachsen durch mehrere Häutungen und ähneln dem erwachsenen Tier bereits in ihrem Grundbau. Eine Puppenphase fehlt. Das bekannte Zusammenlegen der Vorderbeine ist Teil ihres Körperbaus und Jagdverhaltens; die deutsche Bezeichnung ist daraus entstanden.

Fachquelle: Australian Museum: Mantodea

Singzikaden – farbige und durchscheinende Flügel

Singzikaden – farbige und durchscheinende Flügel – Originalfoto von asiahouse24

Singzikaden besitzen zwei Flügelpaare. Deren Adern gliedern die Flügelflächen in gut erkennbare Felder. Bei manchen Präparaten sind die Flügel weitgehend durchsichtig, bei anderen fallen farbige Bereiche oder deutliche Muster auf. Im ausgebreiteten Zustand lässt sich der Unterschied zwischen Vorder- und Hinterflügeln vergleichen.

Der Brustabschnitt wirkt kräftig und trägt Beine und Flügel. Der Kopf mit den seitlich sitzenden Augen bildet einen anderen Umriss als der eines Käfers. Die Flügel sind nicht durch feste Deckflügel geschützt. Ein geschlossen liegendes und ein ausgebreitetes Tier wirken deshalb auch bei ähnlicher Körpergröße sehr verschieden.

Viele männliche Singzikaden erzeugen ihre Rufe mit besonderen Organen am Hinterleib, den Tymbalen. Die Jungtiere leben bei vielen Arten im Boden und nehmen Pflanzensäfte auf. Nach der letzten Häutung erscheint das geflügelte erwachsene Tier. Die außergewöhnlich langen Entwicklungszyklen einzelner bekannter Zikaden gelten nicht automatisch für alle im Shop angebotenen Arten.

Fachquelle: Australian Museum: Cicadoidea

Laternenzikaden – Pyrops, Zanna und weitere Formen

Laternenzikaden – Pyrops, Zanna und weitere Formen – Originalfoto von asiahouse24

Viele Laternenzikaden fallen durch einen verlängerten Kopf auf. Dieser Fortsatz gehört zum Kopf und ist keine Zunge oder ein zusätzlicher Fühler. Die Formen unterscheiden sich zwischen den Gattungen erheblich. Die Bezeichnung „Laterne“ bedeutet nicht, dass diese Tiere eine leuchtende Lampe am Kopf tragen.

Häufig verbergen die Vorderflügel einen Teil der Hinterflügel. Ein geöffnetes Präparat kann dadurch eine andere Zeichnung zeigen als ein Tier mit anliegenden Flügeln. Am Originalfoto lassen sich Kopfgestalt, Flügelmuster und Körperproportionen zusammen betrachten. Ein englischer Farbname allein erlaubt noch keine sichere Artzuordnung.

Laternenzikaden gehören zu den Fulgoridae innerhalb der Schnabelkerfe. Sie nehmen Pflanzensäfte auf. Ihre Entwicklung führt über mehrere Jugendstadien zum erwachsenen Tier und enthält keine Puppenphase. Pyrops und Zanna sind Gattungsnamen; ein Angebot mit „Pyrops sp.“ legt keine einzelne Art dieser Gattung fest.

Fachquelle: NSW Department of Primary Industries: Fulgoridae

Ameisenjungfern – Antlion

Ameisenjungfern – Antlion – Originalfoto von asiahouse24

Eine erwachsene Ameisenjungfer besitzt einen lang gestreckten Körper und zwei Flügelpaare. Die vielen feinen Adern geben den Flügeln ein netzartiges Muster. Im Schaukasten wird dieses Muster vor einem hellen Hintergrund besonders gut sichtbar. Auch die Fühler am Kopf verdienen einen Blick.

Der englische Name Antlion bezieht sich vor allem auf die Larve, den Ameisenlöwen. Dieses Jugendstadium sieht dem geflügelten erwachsenen Tier kaum ähnlich. Die bekannten Fangtrichter werden nur von einem Teil der Arten gebaut. Ein Trichterbau lässt sich deshalb nicht allein aus dem Familiennamen für jedes Tier behaupten.

Ameisenjungfern gehören zu den Netzflüglern. Zwischen Larve und erwachsenem Insekt liegt eine Puppenphase. Das Präparat zeigt das erwachsene, geflügelte Tier. Die Unterlage im Schaukasten, etwa Watte, gehört zur Präsentation und ist kein Bestandteil seiner natürlichen Körperform. Helle und dunkle Ausführungen sind im Shop getrennt verlinkt.

Fachquelle: Australian Museum: Neuroptera

Wasserwanzen – Waterbug

Wasserwanzen – Waterbug – Originalfoto von asiahouse24

Das unter Waterbug angebotene Präparat hat einen breiten, abgeflachten Körper. Die Stellung der Vorderbeine unterscheidet es deutlich von einem Käfer mit gleichartig wirkenden Laufbeinen. Bei der Betrachtung lassen sich Kopf, Brustabschnitt und die über dem Hinterleib liegenden Flügel unterscheiden.

Wanzen besitzen einen stechend-saugenden Rüssel. Wasserwanzen sind keine einheitliche einzelne Art; unter dem deutschen Namen werden verschiedene wasserlebende Wanzen zusammengefasst. Die englische Bezeichnung Waterbug allein reicht nicht aus, um einem Präparat einen wissenschaftlichen Artnamen zuzuweisen.

Viele größere Wasserwanzen leben räuberisch und ergreifen andere Wassertiere. Die Entwicklung verläuft über Jugendstadien, die dem erwachsenen Tier bereits im Grundbau ähneln. Eine Puppenphase fehlt. Angaben zu einer bestimmten Beute, Größe oder Wirkung eines Bisses müssen sich auf eine belegte Art beziehen und werden hier nicht aus einem allgemeinen Handelsnamen abgeleitet.

Fachquelle: Australian Museum: True bugs

Heuschrecken – Phymateus und weitere Formen

Heuschrecken – Phymateus und weitere Formen – Originalfoto von asiahouse24

Bei einer Heuschrecke sind die Hinterbeine besonders kräftig entwickelt. Der lange hintere Beinteil und der kräftige Schenkel bilden gemeinsam den Sprungapparat. Die vorderen Beinpaare haben einen anderen Bau. Im Präparat lässt sich diese unterschiedliche Aufgabenteilung unmittelbar erkennen.

Die Flügel können eng am Körper liegen oder zur Seite ausgebreitet präpariert sein. Dadurch verändert sich die sichtbare Fläche erheblich, während die Körperlänge gleich bleibt. Beim Vergleich zweier Schaukästen ist daher sowohl die Stellung der Flügel als auch die Größe des Rahmens zu beachten.

Heuschrecken gehören zur Ordnung Orthoptera. Ihre Jungtiere wachsen durch Häutungen und durchlaufen keine Puppenphase. Die große Gruppe umfasst sehr unterschiedliche Arten. Phymateus saxosus ist die im zugeordneten Shopangebot verwendete Bezeichnung; Namen aus anderen Sammlungen werden davon getrennt behandelt.

Fachquelle: Australian Museum: Orthoptera

Vogelspinnen – acht Beine und ein behaarter Körper

Vogelspinnen – acht Beine und ein behaarter Körper – Originalfoto von asiahouse24

Bei einer Vogelspinne gehören die acht Laufbeine zum vorderen Körperabschnitt. Der weiche Hinterleib ist davon durch eine schmale Verbindung abgesetzt. Vorn sitzen zusätzlich die Mundwerkzeuge und die Pedipalpen. Diese Taster können auf einem Foto wie ein weiteres Beinpaar wirken, sind aber keine zusätzlichen Laufbeine.

Die Behaarung trägt zum charakteristischen Erscheinungsbild bei. Sie ist zugleich Teil der Wahrnehmung und nicht bloß ein dekoratives Merkmal. Am Hinterleibsende liegen die Spinnwarzen. Eine Spinne besitzt weder Flügel noch Fühler und gehört nicht zu den Insekten.

Vogelspinnen sind räuberische Spinnentiere der Familie Theraphosidae. Sie wachsen durch Häutungen. Eine Larven- und Puppenentwicklung wie bei einem Käfer gibt es nicht. Lebensdauer, Herkunft und Verhalten unterscheiden sich je nach Art und Geschlecht erheblich. Ein dunkles, behaartes Präparat lässt sich anhand dieses allgemeinen Erscheinungsbilds allein nicht sicher einer Art zuordnen.

Fachquelle: Australian Museum: Spiders

Skorpione – Scheren und gegliederter Hinterkörper

Skorpione – Scheren und gegliederter Hinterkörper – Originalfoto von asiahouse24

Die großen Scheren eines Skorpions sitzen an den Pedipalpen. Hinter ihnen folgen vier Paare von Laufbeinen. Diese Unterscheidung erklärt, warum ein Skorpion auf den ersten Blick mehr als acht Beine zu besitzen scheint. Er gehört zu den Spinnentieren.

Der Hinterkörper endet in einem schmaleren, beweglichen Abschnitt mit dem Stachel. Im Schaukasten kann dieser Abschnitt unterschiedlich ausgerichtet sein. Seine Haltung verändert den benötigten Platz, ohne dass daraus unmittelbar eine andere Körpergröße folgt. Paare und Einzelpräparate lassen sich deshalb nicht allein über die Außenmaße des Rahmens vergleichen.

Skorpione leben räuberisch. Sie besitzen keinen Entwicklungsabschnitt mit einer Puppe. Die Jungtiere wachsen durch Häutungen. Größe der Scheren, Farbe oder Gesamtlänge erlauben keine zuverlässige Aussage über die Gefährlichkeit einer unbekannten Art. Ein wissenschaftlicher Artname muss getrennt von solchen äußeren Eindrücken geprüft werden.

Fachquelle: Australian Museum: Scorpion identification

Geißelskorpione – eine Geißel statt eines Giftstachels

Geißelskorpione – eine Geißel statt eines Giftstachels – Originalfoto von asiahouse24

Auf den ersten Blick wirkt er wie ein Skorpion mit besonders langem Schwanz. Wer genauer hinsieht, entdeckt jedoch einen dünnen, fadenförmigen Anhang. Diese Geißel gibt dem Geißelskorpion seinen Namen. Ein Giftstachel sitzt an ihrem Ende nicht.

Geißelskorpione gehören zu den Spinnentieren. Ihre kräftigen vorderen Greiforgane, die Pedipalpen, dienen dem Festhalten der Beute. Das erste Beinpaar ist dagegen lang und fein gebaut und wird zum Tasten eingesetzt. Am Präparat lassen sich diese unterschiedlichen Körperteile gut nebeneinander betrachten.

Die Tiere sind vor allem nachts aktiv und jagen andere Gliederfüßer. Zur Abwehr können sie ein säurehaltiges Sekret versprühen. Das erklärt auch die englische Bezeichnung „Vinegaroon“, die auf den Essiggeruch anspielt.

Unser Originalfoto zeigt einen präparierten Geißelskorpion im Holzschaukasten. Der kräftige Vorderkörper und die dünne Geißel sind darauf deutlich zu erkennen.

Fachquelle: University of Florida IFAS: Whip Scorpions

Hundertfüßer – Scolopendra im Schaukasten

Hundertfüßer – Scolopendra im Schaukasten – Originalfoto von asiahouse24

Der Körper eines Hundertfüßers besteht aus zahlreichen hintereinander liegenden Segmenten. An den beintragenden Segmenten sitzt jeweils ein Paar Laufbeine. Damit unterscheidet sich der Bau von den Doppelfüßern. Der Name bedeutet nicht, dass jedes Tier genau hundert Beine besitzt.

Am Kopf sitzen lange Fühler. Direkt dahinter befindet sich ein zu Giftklauen umgebildetes Beinpaar, mit dem Beute überwältigt wird. Die letzten Beine können deutlich anders aussehen als die mittleren Laufbeine. Eine gebogene Lage im Rahmen kann die Länge des Tieres weniger offensichtlich erscheinen lassen als eine gerade Ausrichtung.

Hundertfüßer gehören zu den Chilopoda und sind keine Insekten. Sie leben räuberisch und halten sich häufig in geschützten Verstecken auf. Die Bezeichnungen XL, XXL oder XXXL im Shop kennzeichnen unterschiedliche Angebote. Sie sind keine wissenschaftlichen Größenklassen und ersetzen keine konkreten Maße des jeweiligen Präparats.

Fachquelle: Australian Museum: Centipedes and millipedes

Wallace-Flugfrosch – Rhacophorus nigropalmatus

Wallace-Flugfrosch – Rhacophorus nigropalmatus – Originalfoto von asiahouse24

Beim Wallace-Flugfrosch fallen die weit auseinander gespreizten Zehen auf. Die Häute zwischen den Zehen vergrößern die Fläche. Der Frosch besitzt dabei keine Flügel wie ein Insekt oder Vogel. Er kann sich mithilfe seines Körperbaus beim Gleiten durch die Luft bewegen.

An den Zehenenden liegen Haftscheiben, wie sie für viele baumbewohnende Frösche typisch sind. Ein Präparat mit gespreizten Gliedmaßen zeigt diese Körperform besonders deutlich. Die gewählte Haltung vergrößert den Umriss und ist von der reinen Rumpflänge zu unterscheiden.

Frösche sind Amphibien und damit Wirbeltiere. Ihre Körperorganisation unterscheidet sich grundlegend von der eines Insekts oder einer Spinne. Rhacophorus nigropalmatus ist der wissenschaftliche Name des Wallace-Flugfroschs. Die Zuordnung des Shoppräparats folgt der dort verwendeten Bezeichnung; aus einem Foto werden keine zusätzlichen Angaben zu Fundort oder Alter des konkreten Tieres abgeleitet.

Fachquelle: AmphibiaWeb: Rhacophorus nigropalmatus

Flugdrachen – gleitende Echsen der Gattung Draco

Flugdrachen – gleitende Echsen der Gattung Draco – Originalfoto von asiahouse24

Flugdrachen der Gattung Draco sind kleine Echsen. Seitliche Hautflächen werden durch verlängerte Rippen gestützt und können zum Gleiten ausgespannt werden. Diese Flächen sind keine Flügel im anatomischen Sinn. Vorder- und Hinterbeine bleiben als vier eigene Gliedmaßen erkennbar.

Beim ausgestellten Präparat prägen die seitlichen Gleithäute den Umriss. Hinzu kommt der lange Schwanz. Ein weit ausgespanntes Tier benötigt deshalb einen anderen Platz im Rahmen als eine Echse, deren Hautflächen am Körper anliegen. Breite, Gesamtlänge und Rahmenmaß müssen beim Vergleich auseinandergehalten werden.

Flugdrachen sind Reptilien und gehören zu den Wirbeltieren. Ihre Gleitfähigkeit ermöglicht keine aktiven Flügelschläge wie bei einem Vogel. Die Gattung Draco umfasst mehrere Arten. Der ältere Produktname „Dracon volans“ wird hier deshalb nicht ungeprüft als vollständige neue Artbestimmung übernommen. Das Porträt erklärt zunächst die belegten Merkmale der Gattung.

Fachquelle: University of Michigan, Animal Diversity Web: Draco volans

Mango Hawk Moth – Amplypterus panopus

Mango Hawk Moth – Amplypterus panopus – Originalfoto von asiahouse24

Der Körper dieses Nachtfalters wirkt kräftig. Die Vorderflügel zeigen eine Mischung aus hellen und dunklen Zeichnungen. Die Hinterflügel liegen darunter und bilden bei ausgebreitetem Präparat eine zweite, anders geformte Fläche. Kopf, Brustabschnitt und gegliederter Hinterleib lassen sich voneinander unterscheiden.

Wie andere Schmetterlinge besitzt das erwachsene Tier sechs Beine und zwei Flügelpaare. Die Flügelzeichnung gehört zum Tier und bleibt im Schaukasten sichtbar, ohne dass der Falter lebend gehalten werden muss. Die Präparation mit ausgebreiteten Flügeln zeigt mehr Fläche als die natürliche Ruhehaltung.

Zwischen Ei und erwachsenem Falter liegen Raupen- und Puppenstadium. Die Raupe unterscheidet sich stark vom geflügelten Tier. Amplypterus panopus wird den Schwärmern zugeordnet. Auf dem Schild des Originalfotos ist dieser Name lesbar. Der kurze Shopname „Mango Moth“ wird daher im Porträt um die vorhandene wissenschaftliche Bezeichnung ergänzt.

Fachquelle: Natural History Museum: Amplypterus panopus, Sammlungsnachweis

Rosenkäfer – Torynorrhina flammea

Rosenkäfer – Torynorrhina flammea – Originalfoto von asiahouse24

In der abgebildeten Sammlung fällt der grün glänzende Käfer durch seine vergleichsweise kompakte Gestalt auf. Die Flügeldecken bilden die sichtbare Rückenfläche. Neben einem langfühlerigen Bockkäfer werden die unterschiedlichen Körperproportionen beider Tiere besonders deutlich.

Der Name Torynorrhina flammea stammt hier vom lesbaren Sammlungsschild. Das Foto zeigt den Käfer zusammen mit anderen Präparaten. Es wird daher nicht der Eindruck eines separat angebotenen Einzeltieres erweckt. Die Zusammenstellung und ihre Beschriftung gehören zur Darstellung des konkreten Schaukastens.

Rosenkäfer gehören zu den Blatthornkäfern. Wie andere Käfer durchlaufen sie eine Entwicklung mit Larve und Puppe. Aus der Einordnung als Rosenkäfer folgen keine sicheren Angaben zum Fundort oder zur Lebensdauer dieses einzelnen Präparats. Die Artbeschreibung und die Angaben zum Verkaufsstück bleiben deshalb getrennt.

Das beschriebene Tier ist Teil der abgebildeten Sammlung. Die Zuordnung folgt ihrem lesbaren Namensschild.

Fachquelle: Catalogue of Life über GBIF: Torynorrhina flammea

Thysia wallichii – auf Schildern auch Diastocera

Thysia wallichii – auf Schildern auch Diastocera – Originalfoto von asiahouse24

Der Käfer ist innerhalb einer gemischten Sammlung zu sehen. Seine lang gestreckte Gestalt und die langen Fühler verbinden ihn optisch mit den anderen Bockkäfern der Übersicht. Die Flügeldecken bilden eine geschlossene Rückenfläche; die Fühler reichen seitlich darüber hinaus.

Auf den ausgewerteten Schildern wird die Bezeichnung Diastocera wallichii verwendet. Der hier herangezogene taxonomische Katalog führt Thysia wallichii als Namen und ordnet die ältere Kombination zu. Dadurch bleibt nachvollziehbar, weshalb Schild und Überschrift unterschiedlich lauten können.

Als Bockkäfer gehört das Tier zu den Cerambycidae. Die Familie umfasst zahlreiche Arten mit unterschiedlichen Zeichnungen und Körperproportionen. Eine alte Beschriftung wird nicht stillschweigend entfernt. Sie bleibt als Bezug zum Originalfoto erhalten, während das Porträt die Namenszuordnung erklärt.

Das beschriebene Tier ist Teil der abgebildeten Sammlung. Die Zuordnung folgt ihrem lesbaren Namensschild.

Fachquelle: Catalogue of Life über GBIF: Thysia wallichii

Pachyteria dimidiata – Bockkäfer mit heller Querbinde

Pachyteria dimidiata – Bockkäfer mit heller Querbinde – Originalfoto von asiahouse24

In der Sammlung S33 ist ein dunkler Bockkäfer mit einer breiten hellen Querbinde beschriftet. Die Binde unterteilt die Rückenansicht deutlich. Zusammen mit den langen Fühlern ergibt sich ein anderes Erscheinungsbild als bei den einfarbigeren großen Käfern desselben Schaukastens.

Das Namensschild nennt Pachyteria dimidiata. Diese Beschriftung bildet die Grundlage für den Bezug zwischen Tier und Porträt. Das gesamte Foto bleibt erhalten, damit die Anordnung und die übrigen Tiere der Sammlung erkennbar sind. Es handelt sich hier um ein Tier innerhalb einer Zusammenstellung.

Pachyteria ist eine Gattung der Bockkäfer. Fühler, Beine und feste Flügeldecken gehören zu ihrem Käferkörperbau. Der im Porträt verwendete Artname ist im verlinkten taxonomischen Katalog nachgewiesen. Größenangaben für ein einzelnes Tier werden nicht aus den Abmessungen des gesamten Sammlungsrahmens abgeleitet.

Das beschriebene Tier ist Teil der abgebildeten Sammlung. Die Zuordnung folgt ihrem lesbaren Namensschild.

Fachquelle: Catalogue of Life über GBIF: Pachyteria dimidiata

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